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- Körperliche Aktivität und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei älteren Erwachsenen im ambulanten Setting – Ergebnisse aus einer Studie zur lebensstilbasieren Demenzprävention (AgeWell.de)
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Körperliche Aktivität und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei älteren Erwachsenen im ambulanten Setting – Ergebnisse aus einer Studie zur lebensstilbasieren Demenzprävention (AgeWell.de)
Text
Hintergrund: Körperliche Aktivität ist ein zentraler Bestandteil nicht-medikamentöser Interventionen in der Demenzprävention. Zwar sind positive Zusammenhänge mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität gut belegt, unklar bleibt jedoch, in welchem Ausmaß Veränderungen der körperlichen Aktivität zur Wirkung komplexer Interventionen beitragen. Spazierengehen stellt dabei eine besonders zugängliche und weit verbreitete Form körperlicher Aktivität im höheren Alter dar.
Zielsetzung/Fragestellung: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Spazierengehen und gesundheitsbezogener Lebensqualität sowie Quantifizierung des Anteils interventioneller Effekte, der über Veränderungen der körperlichen Aktivität vermittelt wird.
Material & Methoden: Sekundäranalyse der cluster-randomisierten Lebensstilinterventionsstudie AgeWell.de. Eingeschlossen wurden 1,030 Teilnehmende zwischen 60–77 Jahren mit erhöhtem Demenzrisiko (CAIDE-Score ≥ 9). Die Gehaktivität wurde in 5 Stufen von „nie“ bis „täglich“ erfasst. Die Lebensqualität (EQ-5D-5L Index & Visuelle Analogskala) wurde zu Baseline und nach 24 Monaten erhoben. Es wurden adjustierte logistische und lineare Regressionsmodelle geschätzt.
Ergebnisse: Spazierengehen war eine häufige Aktivität (75% ≥ 1×/Woche). Zu Studienbeginn zeigt sich ein klarer Zusammenhang zwischen regelmäßiger Gehaktivität und höherer Lebensqualität (≈ +5 Punkte EQ VAS; +0,03–0,04 im EQ-5D-Index). Die Intervention erhöhte die Aktivität im Follow-up (OR 1,55; 95%-KI: 1,18–2,04), mit stärkeren Verschiebungen aus niedrigen Aktivitätsniveaus, wodurch indirekt ein Teil des Interventionseffektes auf die Lebensqualität im Follow-up vermittelt wird.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigen konsistente Zusammenhänge zwischen regelmäßigem Gehen und besserer Lebensqualität über den Studienverlauf hinweg. Hinweise auf indirekte Effekte sprechen dafür, dass körperliche Aktivität ein relevanter Wirkmechanismus komplexer Interventionen sein kann.
Take Home Message für die Praxis: Regelmäßiges Spazierengehen ist eng mit einer besseren Lebensqualität verbunden. Interventionen in der hausärztlichen Versorgung sollten gezielt auf die Förderung alltagsnaher Bewegung ausgerichtet sein.
Interessenkonflikte: Keine



