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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Einfluss von Dehiszenzen im Interface auf die Rebubbling Rate im Rahmen der Descemet Membran Endothel Keratoplastik

Lars Mackenbrock - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Dresden
Hyeck-Soo Son - Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
Maximilian Friedrich - Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
An Ting Xu - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Dresden
Tadas Naujokaitis - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Dresden
Julia Keim - Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
Ramin Khoramnia - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Dresden
Gerd Auffarth - Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
Victor Augustin - Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg

Text

Zielsetzung: Beurteilung von Dehiszenzen im Interfacebereich am Operationsende der Descemet Membran Endothel Keratoplastik (DMEK) und Analyse des Einflusses dieser Dehiszenzen auf die postoperative Rebubbling-Rate.

Methode: Am Ende der DMEK-Operation und nach klinisch zufriedenstellender Transplantatadhäsion unter Lufttamponade wurde die Hornhaut mittels intraoperativer optischer Kohärenztomographie (OCT) dargestellt. Die Anzahl an Dehiszenzen im Interfacebereich wurde mittels eines eigens entwickelten Computerskripts quantifiziert. Die Dehiszenzen wurden anhand ihrer Lokalisation (zentral oder peripher) sowie ihrer Größe (klein oder groß) klassifiziert und die Rebubbling-Rate jedes Patienten wurde festgehalten.

Ergebnis: Insgesamt wurden 69 Augen von 69 Patienten in dieser prospektiven Studie eingeschlossen. Es zeigte sich ein erheblicher Unterschied in der Ausprägung der Interface-Dehiszenzen unter den Patienten, mit einer durchschnittlichen Anzahl von 2.19 ± 1.94 kleine zentrale, 2.97 ± 3.11 kleine periphere, 0.51 ± 0.90 große zentrale und 0.81 ± 1.35 große periphere Dehiszenz-Areale pro Auge. 55 Patienten benötigten kein Rebubbling, während 10 Patienten 1 Rebubbling, 3 Patienten 2, und 1 Patient 3 Rebubblings benötigten. Es zeigte sich eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Anzahl an großen peripheren Dehiszenzen und der Rebubbling-Rate (r = 0.368 mit p = 0.002).

Schlussfolgerung: Patienten mit einer unvollständigen Transplantatanlage, insbesondere mit großen Dehiszenzen in der Peripherie, haben ein erhöhtes Risiko für ein postoperatives Rebubbling. Mittels intraoperativer OCT können diese Dehiszenz-Areale detektiert werden, sodass entsprechend reagiert werden kann. Darüber hinaus könnte eine bessere Anpassung der Krümmung zwischen Spender- und Empfängerhornhaut das Auftreten von Dehiszenzen verringern.