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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Einflussfaktoren auf die Re-Bubbling-Rate nach DMEK

Marco Bauer - Asklepios Klinik Nord Heidberg, Augenklinik, Hamburg
Marc Schargus - Asklepios Klinik Nord Heidberg, Augenklinik, Hamburg
Joel Lüthy - Asklepios Klinik Nord Heidberg, Augenklinik, Hamburg

Text

Zielsetzung: Ziel der Studie war die Identifikation von Einflussfaktoren auf die Notwendigkeit und Häufigkeit eines Re-Bubbling (Re-B) nach Descemet-Membran-Endothelkeratoplastik (DMEK).

Methode: Es handelt sich um eine retrospektive Analyse der Augenklinik AK Nord-Heidberg, Hamburg. Eingeschlossen wurden alle Patienten, die zwischen dem 01.01.2022 und dem 31.03.2025 eine DMEK erhielten. Alle DMEK wurden von zwei Operateuren durchgeführt, welche jeweils auch die Indikation zum Re-Bubbling stellten. Analysiert wurden präoperative Patientenparameter, Spendergewebscharakteristika, intraoperative Faktoren sowie postoperative Parameter einschließlich postoperativer Gasfüllung, Re-B-Rate, Visus, Pachymetrie und Augeninnendruck.

Ergebnis: Insgesamt wurden 251 Augen nach DMEK eingeschlossen, davon 107 Triple-DMEK. Ein Re-B war in 55 Fällen erforderlich. Die gesamte Re-B-Rate über alle DMEK ungeachtet der Indikationen betrug 22%. Höhere Re-B-Raten zeigten sich bei geringer postoperativer Gasfüllung am ersten Tag, während höhere Gasfüllungen einen protektiven Effekt zeigten. Weitere Faktoren für eine geringe Re-B-Rate waren das Vorliegen eines Glaukoms, sehr junges oder sehr hohes Spenderalter, ein größerer Transplantat-durchmesser im Vergleich zu White-to-White-Distanz (WtW) sowie eine Endothelzellzahldichte des Spenders >2.800 Zellen/mm². Höhere Re-B-Raten zeigten sich bei Re-DMEK, Vorliegen von Sekundärlinsen, kleinen Transplantaten im Verhältnis zur WtW, präoperative Hornhautdicken >1.100 µm, sowie höhere präoperative Augeninnendruckwerte. Bei vorangegangener Pars-plana-Vitrektomie, Alter, Geschlecht, Myopie und Präparationsmethode zeigte sich keine statistische Signifikanz in Bezug auf die Re-B-Rate. Postoperativ kam es bei allen Patienten zu einem Visusanstieg und einer Reduktion der zentralen Hornhautdicke.

Schlussfolgerung: Die Re-B-Rate nach DMEK wird patientenabhängige, spenderabhängige und chirurgische Faktoren beeinflusst. Eine ausreichende postoperative Gasfüllung insbesondere im frühen postoperativen Verlauf, Vorhandensein eines Glaukoms sowie günstige Spenderparameter wirken protektiv, während Re-Operationen, kleine Transplantatgrößenverhältnisse und stark ausgeprägte Hornhautödeme das Risiko für ein Re-B erhöhen. Eine Triple-DMEK hatte keinen Einfluss. Die Identifikation dieser Faktoren kann zur frühzeitigen Risikostratifizierung und individuellen Optimierung des peri- und postoperativen Managements beitragen.