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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Rotationsstabilität und refraktive Ergebnisse einer hydrophoben, torischen Intraokularlinse aus Acryl mit doppelten C-Loop-Haptiken

Nikolaus Mahnert - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Marcus Lisy - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Markus Schranz - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Victor Danzinger - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Claudette Abela-Formanek - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Christina Leydolt - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Rupert Menapace - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich
Daniel Schartmüller - Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Wien, Österreich

Text

Zielsetzung: Bewertung der Rotationsstabilität und der refraktiven Ergebnisse einer torischen hydrophoben Acryl-Intraokularlinse (TIOL) mit doppelten C-Loop-Haptiken.

Methode: In dieser prospektiven, monozentrischen klinischen Studie an der Medizinische Universität Wien wurden insgesamt 71 Augen von 48 Patienten mit altersbedingter Katarakt und einem kornealen Astigmatismus von >1,0 Dioptrien (D) mit einer hydrophoben torischen PODEYE-IOL (BVI Medical, Inc., USA) versorgt. Die Ausgangsmessung zur Beurteilung der Rotationsstabilität erfolgte unmittelbar am Ende der Operation (End of Surgery, EOS), während sich der Patient noch in Rückenlage auf dem Operationstisch befand, unter Verwendung nicht beweglicher Gefäße als Referenzstrukturen. Postoperative Retroilluminationsaufnahmen wurden nach 1 Stunde, 1 Woche, 1 Monat sowie nach 4–6 Monaten angefertigt. Im Falle einer ausgeprägten Rotation mit notwendiger sekundärer Reposition der TIOL wurde der letzte Beobachtungswert in die Gesamtauswertung übernommen (Last Observation Carried Forward). Die subjektive manifeste Refraktion wurde beim 6-Monats-Follow-up erhoben.

Ergebnis: Die mittlere absolute Rotation zwischen EOS und 6 Monaten betrug 1,56 ± 3,27 [0,04; 24,51] Grad. Die Rotationswerte zwischen EOS und 1 Stunde, 1 Stunde und 1 Woche, 1 Woche und 1 Monat sowie 1 Monat und 6 Monaten lagen bei 1,46 ± 3,31 [0,01; 24,51], 0,37 ± 0,40 [0,01; 2,48], 0,40 ± 0,39 [0,01; 2,32] und 0,35 ± 0,29 [0,00; 1,73] Grad. Der mittlere präoperative korneale Astigmatismus betrug 1,62 ± 0,56 [1,03; 4,17] D und reduzierte sich postoperativ auf einen mittleren refraktiven Astigmatismus von 0,20 ± 0,21 [0,00; 0,75] D nach 6 Monaten. Vier TIOLs zeigten eine Rotation von >5° zwischen EOS und 6 Monaten. Eine TIOL mit einer Rotation von 24,51° zwischen EOS und 1 Stunde wurde zwei Wochen nach der Primäroperation repositioniert.

Schlussfolgerung: Die torische PODEYE-IOL zeigte eine gute Rotationsstabilität mit einer mittleren absoluten Rotation von 1,56° zwischen Operationsende und 6 Monaten postoperativ. Der Großteil der Rotation trat innerhalb der ersten Stunde nach der Operation auf, wobei in einem Fall eine Rotation von >20° eine Repositionsoperation erforderlich machte. Die refraktiven Ergebnisse waren zufriedenstellend mit einem mittleren residualen Astigmatismus von <0,50 D.