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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

Limbale Fixation von Standard-Intraokularlinsen – eine neue minimalinvasive Technik bei insuffizientem Linsenhalterapparat

Ilya Kotomin - Smile Eyes, Leipzig
Vitaly Potemkin - Pavlov Saint Petersburg State Medical University, Saint Petersburg, Russland

Text

Zielsetzung: Bei insuffizientem Linsenhalterapparat und subluxierten Intraokularlinsen stellen sutureless Sklera- oder Irisfixationstechniken etablierte operative Optionen dar, erfordern jedoch häufig spezielle Fixationslinsen sowie spezifische chirurgische Kenntnisse und geeignete Instrumente. Primäres Ziel dieser Arbeit ist die Vorstellung einer neu entwickelten limbalen IOL-Fixationstechnik zur stabilen Fixation subluxierter Intraokularlinsen. Darüber hinaus ist die Methode auch bei primären Linsensubluxationen im Rahmen einer konventionellen Kataraktoperation einsetzbar und kann als vorgelagerte Alternative vor der Implantation einer iris- oder sklerafixierten Intraokularlinse dienen.

Methode: In einer prospektiven Beobachtungsstudie wurden 30 konsekutive Augen mit insuffizientem Linsenhalterapparat operiert. Die Eingriffe erfolgten an der Universitätsklinik der Pavlov Universität St. Petersburg sowie im Smile Eyes Augenzentrum Leipzig. Die im Jahr 2025 entwickelte Technik basiert auf einer minimalinvasiven limbalen Fixation einstückiger Standard-Intraokularlinsen. Beurteilt wurden operative Durchführbarkeit, Reproduzierbarkeit sowie postoperative Stabilität und Zentrierung der IOL. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 6 Monate.

Ergebnisse: In allen Fällen konnte eine stabile und zentrierte Fixation der Intraokularlinse erreicht werden. Während der Nachbeobachtungszeit traten keine relevanten intra- oder postoperativen Komplikationen wie IOL-Dislokation, relevante Dezentrierung oder ausgeprägte Entzündungsreaktionen auf. Die visuelle Rehabilitation erfolgte überwiegend früh postoperativ. Das Verfahren erwies sich als reproduzierbar, minimalinvasiv und intraoperativ gut kontrollierbar.

Schlussfolgerung: Die limbale IOL-Fixation erweitert das operative Spektrum bei insuffizientem Linsenhalterapparat. Sie ermöglicht sowohl die sichere Fixation subluxierter Intraokularlinsen als auch den Einsatz bei primären Linsensubluxationen während der Kataraktchirurgie. Als minimalinvasive und reproduzierbare Technik unter Verwendung von Standard-IOLs stellt sie eine sinnvolle Ergänzung etablierter Verfahren dar und kann in ausgewählten Fällen eine Alternative vor der Implantation iris- oder sklerafixierter Intraokularlinsen sein.

Interessenkonflikt: Es bestehen keine finanziellen oder wirtschaftlichen Interessenkonflikte.