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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nürnberg

Meeting Abstract

15 Jahre Langzeitergebnisse nach Implantation einer Dualoptik akkommodativen IOL

Gerd Auffarth - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Emilia Andreas - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Alexandra-Teodora Negoescu - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg

Text

Zielsetzung: Die Langzeitergebnisse, einschließlich der visuellen Leistung und der vom Patienten berichteten Ergebnisse, 15 Jahre nach der Implantation der akkommodativen 1-teiligen Synchrony-Dualoptik IOL (Johnson & Johnson, USA, ehemalig Abbott Medical Optics und Visiogen) zu evaluieren.

Methoden: 32 Augen von 20 Patienten unterliefen zwischen 2009 und 2011 einer Phakoemulsifikation mit mono- oder bilateraler Synchrony-IOL-Implantation (Durchschnittsalter 51 ± 14 Jahre). In dieser retrospektiven Studie wurden 11 Patienten (18 Augen) 15 Jahren nach der Linsenimplantation untersucht. Die Untersuchungen umfassen die Bestimmung der manifesten Refraktion, des unkorrigierten und korrigierten Fernvisus (UDVA, CDVA) bei 4 m, des unkorrigierten und fernkorrigierten Intermediärvisus (UIVA, DCIVA) bei 80 und 66 cm und des Nahvisus (UNVA, DCNVA, BCNVA) bei 40 cm. Darüber hinaus wurden Defokuskurven (+2,0 bis -4,0 dpt), Kontrastempfindlichkeit, Stereopsis, Halo und Glare-Simulation, sowie die vom Patienten berichteten Ergebnisse anhand des „Heidelberg Daily Task Evaluation Questionnaire” erfasst.

Ergebnisse: Der mittlere binokulare Visus betrug UDVA/CDVA (0,08/-0,08), UIVA/DCIVA (-0,04/-0,02 bei 80 cm; -0,03/0,01 bei 66 cm), UNVA/DCNVA (0,02/0,09) und BCNVA (-0,10). Das mittlere postoperative sphärische Äquivalent lag bei -0,47 ± 0,80 dpt; der residuale Astigmatismus betrug -0,89 ± 0,54 dpt. Die Defokuskurven zeigten eine Sehschärfe von 0,10 logMAR oder besser im Bereich von +1,0 bis -2,0 dpt binokular und +0,5 bis -1,0 dpt monokular. 57% der binokular implantierten Patienten benötigten Lesebrillen und 1 Patient erhielt nach 11 Jahren eine torische Add-on IOL. Bei 4 monokular implantierten Patienten war das Partnerauge phak (n=2), hatte eine monofokale IOL (n=1) oder eine trifokale IOL (n=1). 80% der Patienten waren zufrieden und würden den Eingriff wiederholen.

Schlussfolgerung: Die Sehschärfe, der Sehbereich und die Wahrnehmung photopischer Phänomene variierten erheblich zwischen den Patienten. Die meisten benötigten einige Sekunden Akkommodation, um die beste Sehschärfe in den getesteten Distanzen zu erreichen. Die Mehrheit der Patienten war mit dem Ergebnis zufrieden; Unzufriedenheit trat bei monokular implantierten Patienten auf.