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Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

2D- versus CT-basierte 3D-Planung in der primären Hüfttotalendoprothetik: Intraindividueller Vergleich der Schaftgrößenwahl bei variabler Femurmorphologie

Maximilian Mellinghoff - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Lennard Fladung - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Svetlana Hetjens - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Franz-Joseph Dally - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Alexander Blümke - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Daniel Kühlwein - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Leonard Gunga - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Sascha Gravius - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland
Ali Darwich - Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Die präoperative Planung ist entscheidend für die biomechanische Rekonstruktion in der primären Hüfttotalendoprothese (THA). Anatomische Varianten des proximalen Femurs wie Coxa vara, Coxa valga sowie unterschiedliche Dorr-Typen beeinflussen Markraumgeometrie, CCD-Winkel und kortikale Struktur und stellen erhöhte Anforderungen an die Implantatauswahl. Während die konventionelle 2D-Templatierung projektionsbasiert erfolgt, ermöglicht die CT-basierte 3D-Planung eine volumetrische Analyse der individuellen Femurgeometrie. Ob sich hieraus klinisch relevante Unterschiede in der Schaftgrößenwahl und Festlegung der Osteotomielinie ergeben, ist bislang nicht systematisch intraindividuell untersucht. Ziel dieser Studie ist der intraindividuelle Vergleich von projektionsbasierter 2D-Planung und volumetrischer CT-basierter 3D-Planung hinsichtlich der geplanten Schaftgröße und der Lage der Osteotomielinie unter besonderer Berücksichtigung morphologischer Risikokonstellationen.

Material und Methoden: Es handelt sich um eine retrospektive, monozentrische Vergleichsstudie (Evidenzgrad III). Analysiert werden 80 CT-Datensätze erwachsener Patientinnen und Patienten mit beidseitiger Auswertung (160 Hüften). Entsprechend der nativen Anatomie erfolgt eine Klassifikation in Coxa vara, norma oder valga sowie nach Dorr A–C. Für jede Hüfte erfolgen eine standardisierte 2D-Planung auf Basis einer mittels Vorwärtsprojektion aus den CT-Volumendaten generierten digitalen Röntgenreproduktion (DRR) sowie eine volumetrische CT-basierte 3D-Planung. Dadurch wird eine identische Bildgrundlage bei unterschiedlicher Planungsmethodik gewährleistet. Geplant werden ein Standardschaftsystem (Corail/Pinnacle) sowie ein Kurzschaftsystem (ArtIQo Typ B und G). Primärer Endpunkt ist die absolute Differenz der geplanten Schaftgröße zwischen 2D- und 3D-Planung. Sekundärer Endpunkt ist die Differenz der geplanten Osteotomielinie in Millimetern relativ zum Trochanter minor. Die statistische Analyse erfolgt als intraindividueller gepaarter Vergleich. Aufgrund der bilateralen Datensätze wird eine patientenbasierte Clusterung berücksichtigt. Zusätzlich erfolgt eine Subgruppenanalyse nach Coxa-Morphologie und Dorr-Klassifikation.

Ergebnisse: Die Datenauswertung ist zum Zeitpunkt der Einreichung noch nicht abgeschlossen.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die vorliegende Untersuchung adressiert die klinisch relevante Frage, ob bei veränderter Femurmorphologie eine routinemäßige volumetrische 3D-Planung zur Optimierung der Schaftwahl und Resektionshöhe gerechtfertigt ist. Die Ergebnisse sollen zur differenzierten Indikationsstellung der präoperativen Planungsstrategie in der primären THA beitragen und morphologische Risikokonstellationen für Planungsdiskrepanzen identifizieren.