Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie 2026 (DKOU 2026)
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Stationäre versus ambulante Rehabilitation nach Hüfttotalendoprothese – eine prospektive Beobachtungsstudie
Text
Zielsetzung und Fragestellung: Ziel dieser prospektiven Beobachtungsstudie war der Vergleich von funktionellen Ergebnissen, Schmerzen und gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Patienten nach Hüfttotalendoprothese, die eine stationäre oder ambulante Rehabilitation durchlaufen haben.
Material und Methoden: Insgesamt wurden 368 Patienten nach primärer Hüfttotalendoprothese im Zeitraum von 2021 bis 2024 eingeschlossen. Die Datenerhebung erfolgte prospektiv mittels telefonischer Befragung unter Verwendung validierter Patient-Reported Outcome Measures (PROM): WOMAC, EQ-5D-5L und HOOS. Aufgrund nicht normalverteilter Daten wurden nicht-parametrische Tests (Mann-Whitney-U-Test, Kruskal-Wallis-Test) angewendet. Das Signifikanzniveau wurde auf p < 0,05 festgelegt.
Ergebnisse: 302 Patienten (82,1%) absolvierten eine stationäre und 66 Patienten (17,9%) eine ambulante Rehabilitation. In beiden Gruppen zeigten sich sehr gute funktionelle Ergebnisse mit hohen HOOS-Gesamtwerten. Zwischen stationärer und ambulanter Rehabilitation bestanden keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Symptomen, Schmerzen, Sport- und Freizeitaktivitäten sowie Lebensqualität. Ein signifikanter Unterschied zeigte sich ausschließlich in der Subskala „Alltagsaktivitäten“, wobei Patienten der ambulanten Rehabilitation geringfügig bessere Werte erzielten (p = 0,046). Altersabhängige Analysen zeigten bei jüngeren Patienten signifikant bessere Ergebnisse, insbesondere im stationären Setting.
Diskussion und Schlussfolgerung: Sowohl stationäre als auch ambulante Rehabilitation nach Hüfttotalendoprothese führen zu sehr guten funktionellen Ergebnissen. Bei geeigneter Patientenselektion stellt die ambulante Rehabilitation eine gleichwertige Alternative zur stationären Rehabilitation dar.



