Logo

28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Audiologie e. V.
04.-06.03.2026
Oldenburg

Meeting Abstract

Therapie/Diagnostik bei mehrfacheingeschränkten Kindern mit Cochlea Implantat

Stefanie Kröger - Universitätsklinikum Freiburg, HNO-Klinik, Sektion Cochlear Implant Centrum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg i. Br., Deutschland
Stephanie Rother - Universitätsklinikum Freiburg, HNO-Klinik, Sektion Cochlear Implant Centrum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg i. Br., Deutschland
Susan Arndt - Universitätsklinikum Freiburg, HNO-Klinik, Sektion Cochlear Implant Centrum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg i. Br., Deutschland
Rainer Beck - Universitätsklinikum Freiburg, HNO-Klinik, Sektion Cochlear Implant Centrum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg i. Br., Deutschland
Antje Aschendorff - Universitätsklinikum Freiburg, HNO-Klinik, Sektion Cochlear Implant Centrum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg i. Br., Deutschland

Text

Bei 30–40% der CI-versorgten Kinder liegen zusätzliche Beeinträchtigungen vor. Eine prognostische Einschätzung in Bezug auf die zu erwartende Hör- und Sprachentwicklung ist bei diesen Kindern erschwert, weil die Diagnosen/Störungsbilder sehr heterogen und auf verschiedene Weise herausfordernd sind.

Dennoch wird auch diesen Kindern oft zu einer CI Versorgung geraten, weil Studien gezeigt haben, dass Kommunikation, Entwicklung und Lebensqualität, auch für Angehörige, verbessert werden konnte; auch wenn sie durchschnittlich weniger Fortschritte in der Hör- und Sprachentwicklung im Vergleich zu Kindern mit CI ohne Zusatzbeeinträchtigungen erzielten (Meinzen-Derr et al 2011, Wakil et al 2014, [1], Nasralla et al 2018, [2]).

Trotz der hohen Variabilität von Beeinträchtigungen sind bestimmte Therapie- und Behandlungsziele für die Therapie mit diesen besonderen Kindern wesentlich.

Damit diese erreicht werden können, müssen Faktoren wie ressourcenorientiertes Arbeiten, Elternarbeit und -beratung, Definition von Therapieerfolg, multiprofessionelles Team mit externer Vernetzung, Erwartungen an sich als Therapeutin, Art und Weise der Kommunikationsmöglichkeiten beachtet werden.

Einheitliche Diagnostikkriterien sind bei diesen besonderen Kindern schwer zu etablieren, vielmehr ist ein indiviualisiertes Vorgehen erforderlich.

Im Folgenden werden die genannten Kriterien anhand von Fallbeispielen aufgezeigt und deren Bedeutung für die Therapie herausgehoben.


Literatur

[1] Mesallam TA, Yousef M, Almasaad A. Auditory and language skills development after cochlear implantation in children with multiple disabilities. Eur Arch Otorhinolaryngol. 2019 Jan;276(1):49-55. DOI: 10.1007/s00405-018-5184-0
[2] Bee-See G, Zulkefli NAM, Abdullah A, Umat C, Nor NK, Ismail J, O'Leary SJ. Cochlear implantation outcomes in children with multiple disabilities: a topic that's worth revisiting. Braz J Otorhinolaryngol. 2024 Jul-Aug;90(4):101423. DOI: 10.1016/j.bjorl.2024.101423