Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie
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Endoskopische Resektion von GIST im Magen mit einem neuartigen kombinierten Eingriff – endoskopische submukosale Dissektion, vollständige Wandresektion, die Clip-Line-Technik und eine neue Technik zum Verschließen des Mukosaflaps. Zwei Fallberichte
Text
Hintergrund und Ziel: Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind die häufigsten subepithelialen Läsionen (SEL). Aktuelle Leitlinien empfehlen Chirurgie als Standardbehandlung für resezierbare GIST. Dank der Fortschritte der Third-Space-Endoskopie wächst die Evidenz für die effektive und sichere endoskopische Entfernung von GIST im Magen. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Wirksamkeit und Sicherheit eines neuartigen endoskopischen Ansatzes zur Entfernung von GIST im Magen zu untersuchen, der die endoskopische submukosale Dissektion (ESD), vollständige Wandresektion (FTR), die Clip-Line-Technik und eine neue Technik zum Verschließen des Mukosaflaps kombiniert.
Methode: Es wurden zwei Fälle von GIST im Magen vorgestellt: der erste Fall betraf einen 62-jährigen Mann mit anhaltenden Bauchschmerzen, der zweite eine 77-jährige Frau, die nach rezidivierenden, transfusionspflichtigen oberen gastrointestinalen Blutungen an unsere Abteilung überwiesen wurde. Beide Patienten wurden durch Gastroskopie und Endosonographie mit FNB diagnostiziert. Im ersten Fall zeigte die Endoskopie eine 20 mm große SEL an der kleinen Kurvatur, etwa 1 cm distal des ösophagogastralen Überganges. Im zweiten Fall wurde eine etwa 50 mm große SEL mit erodierter Oberfläche am Corpus-Fundus-Übergang beobachtet. Die therapeutischen Optionen wurden gründlich besprochen. Beide Patienten entschieden sich für eine endoskopische Entfernung – im ersten Fall aufgrund der Präferenz des Patienten und im zweiten aufgrund signifikanter kardiopulmonaler Vorerkrankungen und eines hohen chirurgischen Risikos. Beide Eingriffe wurden unter Allgemeinanästhesie mit oro-trachealer Intubation durchgeführt. Markierungen und Inzisionen wurden mit einem ESD-Hybridmesser gesetzt, gefolgt von der Anwendung der Clip-Line-Technik zur Anhebung der Submukosa. Eine schichtweise Dissektion wurde durchgeführt. Da beide Läsionen an der Muskularis propria hafteten, wurde die FTR durchgeführt. Die Resektionsränder wurden mit einer neuen Technik zum Verschließen des Mukosaflaps verschlossen, wobei mehrere Clips zur Defektverschließung verwendet wurden.
Ergebnis: Makroskopisch wurden beide SEL vollständig entfernt. Aufgrund der Enukleation konnte der R0-Status im ersten Fall jedoch nicht endgültig beurteilt werden, während die Histologie des zweiten Falls tumorfreie zirkumferentielle Ränder zeigte.
Zusammenfassung: Die beiden Fälle zeigen, dass GIST im Magen, einschließlich größerer Läsionen, sicher und effektiv mit einem neuartigen endoskopischen Ansatz behandelt werden können.



