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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Studiendesign und Vortestergebnisse der Validierung eines miRNA-Panels zur Optimierung der OP-Indikationsstellung beim Pankreaskarzinom

L. Kammholz - St. Josef Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie, AG Translationale Chirurgische Forschung, Bochum, Deutschland
B. Majchrzak-Stiller - St. Josef Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie, AG Translationale Chirurgische Forschung, Bochum, Deutschland
J. Strotmann - St. Josef Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie, AG Translationale Chirurgische Forschung, Bochum, Deutschland
M. Schulze - Universitätsklinikum Essen, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Essen, Deutschland
W. Uhl - St. Josef Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie, AG Translationale Chirurgische Forschung, Bochum, Deutschland
C. Braumann - Ev. Krankenhaus Herne-Mitte, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Herne, Deutschland
P. Höhn - St. Josef Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Allgemein- u. Viszeralchirurgie, AG Translationale Chirurgische Forschung, Bochum, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Das Pankreaskarzinom ist trotz moderner Therapiekonzepte mit einer hohen Mortalität und einer schlechten Prognose assoziiert. Die Dysregulation der miRNA-Expression steht in engem Zusammenhang mit der Entstehung, Progression, Metastasierung und dem Verlauf dieser Krebserkrankung und ist daher ein sehr vielversprechender, klinisch relevanter Biomarker. Ein zentraler limitierender Faktor der aktuellen Therapieentscheidung ist die präzise Beurteilung der lokalen Tumorausdehnung und Gefäßbeteiligung. Diese bleibt trotz moderner Bildgebung oft unzureichend zuverlässig. Daher besteht ein Bedarf an innovativen Biomarkern welche die chirurgische Indikationsstellung objektivieren und verbessern können. Ziel dieser Studie ist daher, die Entwicklung eines aussagekräftigen, blutbasierten miRNA Panels als minimalinvasives Instrument zur prädiktiven Einschätzung der vaskulären Tumorinfiltration und damit der Resektabilität beim lokalisiertem Pankreaskarzinom.

Methode: Die Studie verfolgt einen translationalen Ansatz, bei dem präoperativ gewonnene Plasmaproben von Pankreaskarzinom-Patient*innen gesammelt und zunächst mit klinischen, operativen und histopathologischen Parametern korreliert werden. Die Analyse der miRNA-Expression erfolgt mittels qRT-PCR unter Verwendung eines zuvor gezielt erstellten Panels, das perspektivisch in routinediagnostische Abläufe integrierbar ist.

Ergebnis: Eine umfassende Literaturrecherche ergab ein miRNA-Panel mit hoher Assoziation zu vaskulären Tumorinfiltration und vielversprechendem prädiktivem Potential. Erste Vorversuche mit diesem Panel an einem Teilkollektiv liefern vielversprechende Ergebnisse.

Zusammenfassung: Ein prädiktives miRNA-Signaturpanel hat das Potenzial, Patientenselektion zu optimieren, unnötige operative Eingriffe zu vermeiden und so alternative Therapiestrategien frühzeitig einzuleiten. Damit leistet die Studie einen unmittelbaren Beitrag zur individualisierten Therapie und zur nachhaltigen Verbesserung der klinischen Versorgung.