Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie
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Pankreasheterotopie und Malakoplakie in einem abszedierenden intrahepatischen Tumor – ein Fallbericht
Text
Hintergrund und Ziel: Pankreasheterotopie beschreibt das Vorliegen von ektopen Pankreasgewebe ohne anatomisch oder vaskuläre Beziehung zum Pankreas und kommt vor allem im Magen-Darm-Trakt vor. Malakoplakie ist eine seltene Immunreaktion, welche durch weißliche Plaques im Urogenitaltrakt oder an der Haut sichtbar wird. Diese ist meist bei immunsupprimierten Patienten zu finden. Das Vorhandensein von heterotopem Pankreasgewebe oder Malakoplakie in der Leber ist sehr ungewöhnlich, wird selten symptomatisch und ist bis dato nur jeweils einzeln vorliegend beschrieben.
Methode: Wir berichten über eine 57-jährige Patientin ohne relevante Vorerkrankungen oder Vormedikation, die eine linksseitige Hemihpatektomie aufgrund eines Tumors erhielt, der bildmorphologisch einem intrahepatischen Abszess ähnelte.
Ergebnis: Die histopathologische Untersuchung ergab sowohl das Vorliegen von heterotopen Pankreasgewebe als auch eine Malakoplakie. Die postoperativ durchgeführte Fokussuche ergab keinen Hinweis auf das Vorliegen einer anderweitigen immunsuppressiven Erkrankung Die Patientin erholte sich gut von dem Eingriff. Ein Jahr postoperativ stellte sich die Patientin zur Verlaufskontrolle mit regelhaften Befund im MRT der Leber bei uns vor.
Zusammenfassung: Soweit uns bekannt, ist dies der erste berichtete Fall des gleichzeitigen Auftretens dieser zweier seltener Entitäten in der Leber.



