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66. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e. V.

Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
10.-13.06.2026
Koblenz

Meeting Abstract

Alternative Behandlungsmethoden des kleinen Nierentumors – eine kleine Datenerhebung

Freya Harmjanz - GKM Kemperhof, Urologie, Koblenz, Deutschland
L. Franzaring - GKM Kemperhof, Urologie, Koblenz, Deutschland
F. Merlo-Cifuentes - GKM Kemperhof, Urologie, Koblenz, Deutschland

Text

Einleitung: Neben operativen Verfahren ist es für manche Patienten sinnvoller eine alternative Behandlung zur organerhaltenden Nierentumorresektion zu ermöglichen. Die Ablativen Verfahren sind seit über einem Jahrzehnt in der Leitlinie der EAU bei bestimmten Patientengruppen empfohlen und kommen seither auch im Kemperhof zum Einsatz.

Hiermit präsentieren wir Indikation und Outcome der so behandelten Patienten.

Methode: Es erfolgte eine retrospektive Analyse der letzten zehn Jahre zur Anwendung von ablativen Verfahren bei Small Renal Masses. Hierzu wurde parallel über das PACS anhand der. Die Patientenfälle wurden nach Indikation, histologischer Sicherung, erfasster Komplikationen und Follow-up evaluiert.

Ergebnisse: Die Auswertung der Daten hat ergeben, dass bis November 2019 drei Patienten eine Radiofrequenzablation und ab Dezember 2019 zehn Patienten eine Mikrowellenablation erhielten. Der Wechsel des Verfahrens erfolgte aufgrund einer Umstellung in der radiologischen Ableitung bei besserer Anwendbarkeit der Mikrowellenablation.

Dabei ist anzumerken, dass ein Patient jeweils beide Therapien erhielt und somit nur zwölf Patienten insgesamt mit ablativen Verfahren versorgt wurden. Ein Patient erhielt eine Mikrowellenablation einer Nierentumormetastase in der Leber, sodass lediglich elf Patienten tatsächlich eine Behandlung an der Niere erfuhren.

Es wurde eine postinterventionelle Komplikation erfasst.

Die EAU Guidelines empfehlen ausdrücklich eine vorherige Biopsie, um eine Übertherapie zu vermeiden. Aufgrund von kleinen Befunden mit zu erwartend erschwerter erneuter Punktion oder Auftreten eines Rezidivs wurde bei keinem unserer Patienten ein zweizeitiges Vorgehen mit vorheriger Biopsie vorgenommen, wenn auch bei sechs Patienten ein histologisches Präparat gewonnen wurde.

Insgesamt wurden im gleichen Zeitraum ca. 400 Nierentumorresektionen und Tumornephrektomien durchgeführt.

Schlussfolgerung: Zusammenfassend haben sich ablative Verfahren an unserer Klinik als sinnvolle Ergänzung zu operativen Verfahren bei kleinen Nierentumoren mit geringer Komplikationsrate etabliert. Auf eine prä-interventionelle Histologie kann bei klinisch eindeutigem Befund verzichtet werden.