66. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie e. V.
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Die ARANOTE-Phase-3-Studie zu Darolutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC): Wirksamkeit und Sicherheit nach Krankheitsvolumen
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Einleitung: Darolutamid (DARO) plus ADT reduzierte bei Patienten mit mHSPC das Risiko für radiologisches Fortschreiten oder Tod in der ARANOTE-Studie signifikant um 46% im Vergleich zu Placebo (PBO) plus ADT. Die Inzidenz an während der Therapie auftretenden unerwünschten Ereignissen (TEAEs) war niedrig und zwischen den Gruppen ähnlich, wobei weniger Patienten die Studienmedikation aufgrund von TEAEs in der DARO- vs. PBO-Gruppe abbrachen (6,1% vs. 9,0%). Hier berichten wir über Wirksamkeit und Sicherheit nach Krankheitsvolumen in beiden Armen der ARANOTE-Studie.
Methode: Patienten mit mHSPC wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert, um DARO 600 mg zweimal täglich + ADT oder PBO + ADT zu erhalten. Hochvolumige (HV) Erkrankung wurde definiert durch das Vorliegen viszeraler Metastasen und/oder ≥4 Knochenläsionen mit ≥1 außerhalb der Wirbelsäule und des Beckens (CHAARTED-Kriterien). Primärer Endpunkt war das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS). Sekundäre Endpunkte umfassten Zeit bis zur metastasierten kastrationsresistenten Erkrankung (mCRPC), Zeit bis zum PSA-Fortschreiten und Sicherheit.
Ergebnisse: Von den 669 Patienten im Full-Analysis-Set hatten 472 (71%; DARO n=315; PBO n=157) HV-Erkrankung und 197 (29%; DARO n=131; PBO n=66) LV-Erkrankung (niedriges Volumen). Basisdaten und Patientencharakteristika waren zwischen den Behandlungsarmen in HV- und LV-Subgruppen weitgehend ausgeglichen. Patienten mit LV-Erkrankung hatten bessere prognostische Faktoren (z.B. höherer Anteil mit ECOG PS 0, Gleason <8, vorherige lokale Therapie und niedrigere PSA-Ausgangswerte). DARO + ADT verbesserte das rPFS gegenüber PBO + ADT in beiden Subgruppen. In der LV-Gruppe reduzierte DARO + ADT das Risiko für radiologisches Fortschreiten oder Tod um 70%, wobei das mediane rPFS in keiner Gruppe erreicht wurde. In der HV-Gruppe reduzierte DARO + ADT das Risiko um 40% mit einem medianen rPFS von 30,2 Monaten (DARO) vs. 19,2 Monaten (PBO). Für die sekundären Endpunkte verzögerte DARO die Zeit bis zur CRPC und die Zeit bis zur PSA-Progression. Ein höherer Anteil erreichte PSA <0,2 ng/mL mit DARO vs. PBO. TEAE-Inzidenzen waren niedrig und zwischen den Gruppen ähnlich in beiden Subgruppen und konsistent mit der Gesamtpopulation. Niedrigere Raten von Fatigue und Therapieabbrüchen aufgrund von TEAEs wurden in der LV-Gruppe mit DARO vs. PBO beobachtet: 2,3% vs. 13,8% und 3,1% vs. 10,8%.
Schlussfolgerung: Die Wirksamkeitsergebnisse mit DARO + ADT bei Patienten mit mHSPC waren gegenüber PBO + ADT unabhängig vom Krankheitsvolumen verbessert. DARO + ADT war in beiden Subgruppen gut verträglich, konsistent mit der Gesamtpopulation. Patienten mit LV-mHSPC zeigten eine ausgeprägte Behandlungseffektivität bei minimaler Therapiebelastung.
© 2026 American-Society of Clinical Oncology, Inc. Reused with permission. It was accepted and previously presented at 2026 ASCO Annual Meeting. All rights reserved.



