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38. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft

Retinologische Gesellschaft
03.-04.07.2026
Badenweiler

Meeting Abstract

Subjektive Zufriedenheits- und Komplikationsrate nach erfolgter Pars-plana-Vitrektomie bei Vision Degrading Myodesopsia – gibt es ein optimales Vorgehen?

Michael Albrecht - Heidelberg
G.U. Auffarth - Heidelberg

Text

Ziel: Analyse der subjektiven Zufriedenheits- und Komplikationsraten nach Pars-plana-Vitrektomie bei Vision Degrading Myodesopsia (VDM) sowie Bewertung möglicher operativer Strategien. Die Pars-plana-Vitrektomie zur Behandlung symptomatischer Glaskörpertrübungen wird weiterhin kontrovers diskutiert. Bei Patienten mit subjektiven Beschwerden und objektivierbaren Einschränkungen der Sehqualität wird zunehmend der Begriff „Vision Degrading Myodesopsia“ verwendet. Trotz hoher Patientenzufriedenheit besteht aufgrund potenziell visusbedrohender Komplikationen häufig Zurückhaltung bei der Indikationsstellung.

Methoden: PubMed-Recherche zu Studien über Vitrektomien bei Vision Degrading Myodesopsia bzw. primären Glaskörpertrübungen im Zeitraum von 2000 bis März 2026. Insgesamt wurden 25 Studien eingeschlossen. Analysiert wurden subjektive Zufriedenheitsraten sowie berichtete Komplikationen in Abhängigkeit von der Operationstechnik. Dabei wurde insbesondere zwischen Core-Vitrektomie ohne Induktion der hinteren Glaskörperabhebung und Vitrektomie mit induzierter hinterer Glaskörperabhebung unterschieden.

Ergebnisse: Studienübergreifend zeigen sich sehr hohe subjektive Zufriedenheitsraten nach Vitrektomie bei Glaskörpertrübungen, sowohl mit als auch ohne Induktion der hinteren Glaskörperabhebung. Positive Bewertungen werden auch von Patienten berichtet, die postoperative Komplikationen erlitten haben. Limitierte Vitrektomien scheinen ein günstigeres Komplikationsprofil aufzuweisen. Insgesamt zeigt sich über die Jahre ein rückläufiger Trend der berichteten Komplikationsraten.

Schlussfolgerung: Die Vitrektomie stellt bei ausgewählten Patienten mit Vision Degrading Myodesopsia eine effektive therapeutische Option dar. In vielen Fällen scheint eine limitierte Vitrektomie ohne Induktion der hinteren Glaskörperabhebung zur Symptomlinderung ausreichend zu sein. Trotz möglicher schwerwiegender Komplikationen berichten die meisten Patienten postoperativ über eine hohe Zufriedenheit.