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37. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft

Retinologische Gesellschaft
27.-28.06.2025
Berlin

Meeting Abstract

Neue Entwicklungen für eine bessere Netzhautprothese

Peter Walter - Aachen

Text

Ähnlich wie ein Cochlea Implantat für taube Patienten sollte ein Retina Implant die Wiederherstellung von Sehvermögen bei blinden Menschen ermöglichen. Die Etablierung mehrerer Forschungsverbünde weltweit in den 90er Jahren hat zur Fertigung mehrerer Systeme geführt, die bei Patienten mit Netzhautdystrophien und -degenerationen implantiert wurden.

Die Fertigung des Alpha IMS/AMS Systems und des Argus II Systems wurden eingestellt, obwohl bei nahezu allen Patienten mit Retinitis pigmentosa assoziierter Erblindung Seheindrücke realisiert werden konnten. Allerdings waren die Ergebnisse sehr heterogen und es konnte nur mit sehr hohem Trainingsaufwand eine geringe Funktion realisiert werden. Besser scheinen die Ergebnisse bei der Anwendung eines subretinalen Implantats bei fortgeschrittener geografischer Atrophie zu sein.

Fortschritte in der Fertigung von flexiblen Mikrosystemen, die Herstellung hochverdichteter mikroelektronischer Schaltungen und die Verwendung neuer Materialien sowie die Anwendung ultraschneller Encodingverfahren mittels künstlicher Intelligenz scheinen geeignet, ein neues Kapitel in der Entwicklung elektronischer Sehprothesen zu ermöglichen.