Jahrestagung Kinderurologie 2026
Jahrestagung Kinderurologie 2026
Adaptierte Technik der externen transanastomotischen Schienung bei robotisch assistierter laparoskopischer Anderson-Hynes-Pyeloplastik
Text
Einleitung: Die transanastomotische Schienung nach Anderson-Hynes-Pyeloplastik ist eine bewährte Methode zur kontrollierten Drainage des Nierenbeckens. Das bisher in unserer Klinik genutzte Verfahren zur externen Ausleitung des Ureterkatheters mittels gebogenen Spießes, welches sich durch einfache Handhabung und geringe Komplikationsraten auszeichnet, ist in der robotisch assistierten Laparoskopie nicht anwendbar. Ziel dieses Videos ist die Vorstellung einer modifizierten Technik, die speziell an die Anforderungen der robotisch assistierten Pyeloplastik angepasst ist.
Material und Methoden: Das Video zeigt die Technik der laparoskopisch-robotisch assistierten, externen transanastomotischen Schienung bei einer Anderson-Hynes-Pyeloplastik mit dem Da Vinci Xi-System. Nach Punktion eines Nierenkelches mit einer Punktionskanüle (5 mm; Storz) über die Flanke nach außen, wird ein Seldingerdraht (PTFE-Coated Guidewire 0,89 mm; Bard) eingeführt. Über einen 6 CH Dilatator (OptiMed) wird die Punktionsstelle geweitet. Anschließend wird der modifizierte Ureterkatheter (6 CH; Urovision) mit zusätzlichen Löchern von außen nach intraabdominell vorgeschoben, korrekt im Harnleiter platziert und extern fixiert. Die Technik wurde bei 11 Kindern im Alter zwischen 7 Monaten und 8 Jahren angewendet.
Ergebnisse: Die Technik war in allen Fällen sicher und reproduzierbar anwendbar. Es traten keine intraoperativen Komplikationen oder Konversionen auf. Die mediane Schienendauer betrug zwischen 5-7 Tage. Postoperative Urinleckagen oder katheterassoziierte Beschwerden wurden nicht beobachtet.
Schlussfolgerung: Die vorgestellte externe transanastomotische Schienung bei robotisch assistierter laparoskopischer Anderson-Hynes-Pyeloplastik kombiniert die Vorteile einer sicheren Drainage mit den technischen Gegebenheiten der Robotik. Das Verfahren ist technisch einfach, reproduzierbar und eignet sich besonders für die Anwendung in der robotisch assistierten Pyeloplastik bei Kindern und ermöglicht eine Entfernung ohne erneute Narkose.



