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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Zukunftsorientierte Zusammenarbeit von hausärztlicher Versorgung, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Sozialmedizin – Wege zu einer gemeinsamen Verhältnisprävention

Susanne Pruskil - Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Gastprofessur für den ÖGD, Deutschland
Jeffrey Butler - Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V., Deutschland
Edmund Fröhlich - Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V., Deutschland; Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin, Deutschland
Johannes Hauswaldt - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Thomas Kloppe - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Hamburg, Deutschland
Frank Lehmann - Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V., Deutschland
Claudia Mews - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Hamburg, Deutschland
Dominik Röding - Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Hannover, Deutschland
Annett Salzwedel - Universität Potsdam, Professur für Rehabilitationsmedizin, Potsdam, Deutschland

Text

Hintergrund: Hausärzt:innen sind für die meisten gesundheitlichen Anliegen erste Anlaufstelle im deutschen Gesundheitssystem, auch in komplexen Fällen, in denen medizinische, soziale und ökologische Faktoren zusammenwirken. Diese Herausforderungen übersteigen häufig die Möglichkeiten einzelner Praxen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) verfügt hingegen über kommunale Zugänge und gesetzliche Aufträge zur bevölkerungsbezogenen Gesundheitsförderung und Verhältnisprävention. Die Sozialmedizin hat weitere Zugänge u.a. zu Betrieben, Sozialversicherungsträgern. Alle Bereiche können sich durch Analyse gesundheitlicher Ungleichheiten, gemeinsame Identifikation von Versorgungsbedarfen und Einforderung politischer Maßnahmen sinnvoll ergänzen.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist die gemeinsame Entwicklung konkreter Ansätze für eine strukturierte, Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizin, ÖGD und Sozialmedizin auf kommunaler Ebene sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Landes- und Bundesebene. Leitfrage: Wie kann eine wirksame und gerechte Kooperation gestaltet werden, um Verhältnisprävention im kommunalen Setting systematisch zu stärken?

Diskussionspunkt: Ziel ist die Entwicklung praxisnaher Modelle für Kooperationsstrukturen zwischen Allgemeinmedizin, ÖGD und Sozialmedizin. Zentrale Gelingensbedingungen sowie nächste Schritte für den Aufbau einer fachgesellschaftsübergreifenden Zusammenarbeit werden identifiziert.

Zielgruppe: Offen für alle Kongressteilnehmenden mit Interesse an sozialmedizinischen Fragestellungen, Verhältnisprävention und intersektoraler Zusammenarbeit.

Didaktische Methode/n: Der Impulsvortrag (20 min) umfasst Anregungen aus hausärztlicher Versorgung, ÖGD und Sozialmedizin. In der Kleingruppen-Phase (45 min) werden folgende Fragen bearbeitet: 1. Welche Kooperationsformate sind sinnvoll und umsetzbar? 2. Welche strukturellen Voraussetzungen werden benötigt? 3. Welche Rollen übernehmen die beteiligten Akteur:innen?

Mit der Kreativitätsmethode „Sechs Denkhüte“ (De Bono) werden unterschiedliche Perspektiven eingenommen und eine zielgerichtete Lösungsentwicklung gefördert.

Die Ergebnisse werden auf Flipcharts dokumentiert, im Plenum zusammengeführt, priorisiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt (25 min).

Take Home Message für die Praxis: Eine systematische Zusammenarbeit ist essenziell für wirksame Verhältnisprävention, benötigt jedoch klare Strukturen, gemeinsame Ziele und dauerhafte Austauschformate.

Kurzvorstellung der Workshop-leitenden Person/en: Der Workshop wird von einer interprofessionellen Gruppe aus Allgemeinmedizin, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Sozialmedizin geleitet die sich intensiv mit Verhältnisprävention, Sozialmedizin und intersektoraler Zusammenarbeit beschäftigt.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 25–30

Interessenkonflikte: Die Autor:innen sind in den Vorständen und als Mitglieder der Fachgesellschaften DEGAM, DGSMP und DGÖG