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- Zukunftsorientierte Zusammenarbeit von hausärztlicher Versorgung, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Sozialmedizin – Wege zu einer gemeinsamen Verhältnisprävention
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Zukunftsorientierte Zusammenarbeit von hausärztlicher Versorgung, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Sozialmedizin – Wege zu einer gemeinsamen Verhältnisprävention
Text
Hintergrund: Hausärzt:innen sind für die meisten gesundheitlichen Anliegen erste Anlaufstelle im deutschen Gesundheitssystem, auch in komplexen Fällen, in denen medizinische, soziale und ökologische Faktoren zusammenwirken. Diese Herausforderungen übersteigen häufig die Möglichkeiten einzelner Praxen.
Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) verfügt hingegen über kommunale Zugänge und gesetzliche Aufträge zur bevölkerungsbezogenen Gesundheitsförderung und Verhältnisprävention. Die Sozialmedizin hat weitere Zugänge u.a. zu Betrieben, Sozialversicherungsträgern. Alle Bereiche können sich durch Analyse gesundheitlicher Ungleichheiten, gemeinsame Identifikation von Versorgungsbedarfen und Einforderung politischer Maßnahmen sinnvoll ergänzen.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist die gemeinsame Entwicklung konkreter Ansätze für eine strukturierte, Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizin, ÖGD und Sozialmedizin auf kommunaler Ebene sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Landes- und Bundesebene. Leitfrage: Wie kann eine wirksame und gerechte Kooperation gestaltet werden, um Verhältnisprävention im kommunalen Setting systematisch zu stärken?
Diskussionspunkt: Ziel ist die Entwicklung praxisnaher Modelle für Kooperationsstrukturen zwischen Allgemeinmedizin, ÖGD und Sozialmedizin. Zentrale Gelingensbedingungen sowie nächste Schritte für den Aufbau einer fachgesellschaftsübergreifenden Zusammenarbeit werden identifiziert.
Zielgruppe: Offen für alle Kongressteilnehmenden mit Interesse an sozialmedizinischen Fragestellungen, Verhältnisprävention und intersektoraler Zusammenarbeit.
Didaktische Methode/n: Der Impulsvortrag (20 min) umfasst Anregungen aus hausärztlicher Versorgung, ÖGD und Sozialmedizin. In der Kleingruppen-Phase (45 min) werden folgende Fragen bearbeitet: 1. Welche Kooperationsformate sind sinnvoll und umsetzbar? 2. Welche strukturellen Voraussetzungen werden benötigt? 3. Welche Rollen übernehmen die beteiligten Akteur:innen?
Mit der Kreativitätsmethode „Sechs Denkhüte“ (De Bono) werden unterschiedliche Perspektiven eingenommen und eine zielgerichtete Lösungsentwicklung gefördert.
Die Ergebnisse werden auf Flipcharts dokumentiert, im Plenum zusammengeführt, priorisiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt (25 min).
Take Home Message für die Praxis: Eine systematische Zusammenarbeit ist essenziell für wirksame Verhältnisprävention, benötigt jedoch klare Strukturen, gemeinsame Ziele und dauerhafte Austauschformate.
Kurzvorstellung der Workshop-leitenden Person/en: Der Workshop wird von einer interprofessionellen Gruppe aus Allgemeinmedizin, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Sozialmedizin geleitet die sich intensiv mit Verhältnisprävention, Sozialmedizin und intersektoraler Zusammenarbeit beschäftigt.
Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 25–30
Interessenkonflikte: Die Autor:innen sind in den Vorständen und als Mitglieder der Fachgesellschaften DEGAM, DGSMP und DGÖG



