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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Let’s co-create! Methoden-Workshop am Beispiel des ParkNetz-Projekts (Sektorenunabhängige Vernetzung zur gesundheitsbezogenen Versorgung von Menschen mit Parkinson-Krankheit in Südniedersachsen)

Lea Roddewig - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Tabea Böttger - Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hildesheim, Deutschland
Petra Kamin - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Meike Grant - Deutsche Parkinson Vereinigung e.V., Deutschland
Nora Schmit - Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Gesundheitscampus Göttingen, Göttingen, Deutschland
Maria Barthel - Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Gesundheitscampus Göttingen, Göttingen, Deutschland
Hendrike Frieg - Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hildesheim, Deutschland
Eva Hummers - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Juliane Leinweber - Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Gesundheitscampus Göttingen, Göttingen, Deutschland
Christiane Müller - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland

Text

Hintergrund: In die Entwicklung individualisierter Gesundheitsmaßnahmen sollten sämtliche Akteur:innen einbezogen werden, deren Arbeits- oder Lebenswelt berührt wird [1]. Co-Creation-Ansätze, die diverse Methoden der Zusammenarbeit umfassen, gelten dabei als besonders vielversprechend, da sie u.a. Kreativität, Empowerment, Handlungsfähigkeit und Kommunikation fördern [2]. Das Projekt ParkNetz (9/2023–8/2026) untersuchte u.a., welche Bedürfnisse und Wünsche Gesundheitsversorgende, Menschen mit Parkinson-Krankheit (PK) und An-/Zugehörige aus Südniedersachsen an eine vernetzte Versorgung im Kontext der PK haben. Gemeinsam mit diesen Akteur:innen, Kostenträgern, Selbsthilfegruppen und Kommunen wurde in vier Co-Creation-Workshops (CCW) ein Netzwerkkonzept entwickelt. In den CCW gelang es, Adressat:innen und Ziele des Netzwerks festzulegen, sowie inhaltliche Schwerpunkte und Wege der Zusammenarbeit zu erarbeiten.

Zielsetzung/Fragestellung: Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die Planung und Umsetzung von CCW am Beispiel von ParkNetz. Sie haben die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und zu diskutieren und werden verschiedene aktivierende Beteiligungsformate selber ausprobieren. Ziel ist es, eine Ideenschatzkiste mit Handwerkszeug für eigene Co-Creation-Formate zu befüllen.

Diskussionspunkt: Diskutiert werden Learnings zur Planung und Durchführung von CCW mit heterogenen Gruppen, praktische Erfahrungen mit den erprobten Methoden und Erfahrungen der Gruppe mit Beteiligungsformaten.

Zielgruppe: Personen, die Methoden für partizipative Workshop-Formate mit heterogenen Gruppen kennenlernen, praktisch ausprobieren und sich dazu austauschen möchten.

Didaktische Methode/n: Kurz-Input zum Vorgehen in ParkNetz; Ausführung partizipativer Gruppen-Aktivitäten, wie z.B. Murmelrunden, Entscheidungsfindung mit Konsensstufen und Dotmocracy, Oktopus-Methode zur Ideen-Clusterung, Brainwriting, Befüllung einer Ideenschatzkiste.

Take Home Message für die Praxis: Co-Creation-Prozesse mit heterogenen Gruppen sind gewinnbringend, wenn geeignete Methoden zum Einsatz kommen, Offenheit zum Ausprobieren besteht und Zeit zum Beziehungsaufbau berücksichtigt wird. Durch Austausch und praktisches Erproben werden die Teilnehmenden des Workshops ermutigt, Prozesse im Forschungs- und Praxisalltag künftig selbst co-kreativ zu gestalten.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Lea Roddewig (M.Sc. Psychologie) und Tabea Böttger (M.Sc. Ergotherapie) haben als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Erfahrung mit Co-Creation-Workshops gesammelt und erleben das Format als gewinnbringend.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 10–20

Interessenkonflikte: Keine


References

[1] International Collaboration for Participatory Health Research (ICPHR). Position Paper 1: What is Participatory Health Research?. Berlin: International Collaboration for Participatory Health Research; 2013.
[2] Agnello DM, Anand-Kumar V, An Q, de Boer J, Delfmann LR, Longworth GR, et al. Co-creation methods for public health research - characteristics, benefits, and challenges: a Health CASCADE scoping review. BMC Med Res Methodol. 2025 Mar 6;25(1):60. DOI: 10.1186/s12874-025-02514-4