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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Landarztquoten als Baustein der hausärztlichen Nachwuchssicherung: Zusammenführung des aktuellen Forschungsstands

Linda Seeger - Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt, Deutschland
Maike Krauthausen - Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Allgemeinmedizin, Würzburg, Deutschland
Tobias Deutsch - Universität Leipzig, Institut für Allgemeinmedizin, Leipzig, Deutschland
Martin Euripides Fink - Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt, Deutschland
Maximilian Philipp - Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragenden:

Dr. Linda Seeger

Maike Krauthausen

Priv.-Doz. Dr. Tobias Deutsch

Dr. Martin Fink

Dr. Maximilian Philipp

Hintergrund: Die Sicherstellung einer wohnortnahen hausärztlichen Versorgung ist weltweit eine Herausforderung. Insbesondere in ländlichen Regionen ist drohende oder bereits eingetretene Unterversorgung festzustellen. Als Baustein zur Versorgungssicherung wurden inzwischen in 11 der 13 deutschen Flächenländer sog. „Landarztquoten (LAQs)" in Form von Studienplatz-Vorabquoten eingeführt.

Im Kern werden die Studienplätze – föderal unterschiedlich – in einem gesonderten Auswahlprozess an Bewerber:innen vergeben, die sich vertraglich verpflichten, nach Studienabschluss eine zur hausärztlichen Tätigkeit, qualifizierende fachärztliche Weiterbildung zu absolvieren und im Anschluss mindestens zehn Jahre in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebiet hausärztlich tätig zu werden.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel des Symposiums ist es, aktuelle Forschungsergebnisse und praktische Erfahrung rund um die Themen „Landarztquote“ sowie „Begleitung von Studierenden der Landarztquote im Studium“ zu bündeln.

Diskussionspunkt: Durch die nahezu flächendeckende Einführung von LAQs ist entsprechendes Studierendenklientel mittlerweile an 36 der 41 medizinführenden Universitäten Deutschlands vertreten, wodurch das Thema innerhalb weniger Jahre an großer Relevanz gewonnen hat. Den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Ausgestaltungen, den kleinen Fallzahlen pro Standort und datenschutzrechtlichen Anforderungen können wir standortübergreifend besser begegnen.

Inhalt: Das Symposium umfasst fünf Beiträge, die aktuelle Forschungsergebnisse und Best Practice Beispiele unter folgenden Titeln zusammenführen:

  • Landarztquote im Fokus: Was wissen wir über diese Studierenden? Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung der allgemeinmedizinischen Unistandorte.
  • Unterschiedliche Ausgestaltung der Landarztquoten-Zulassungsverfahren in Deutschland – Implikationen für die Forschung.
  • Die Landarztquote als Baustein zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung: Der Status quo in Frankfurt und Marburg.
  • Landarztquoten-Studierende in Bayern – eine qualitative Interviewstudie zu Selbstwahrnehmung, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfen.
  • „Fit fürs Medizinstudium“ – ein Unterrichtskonzept für die Förderung von Studierenden der Landarztquote.

Take Home Message für die Praxis: LAQs sind ein aktuelles Thema, das die Universitäten in den kommenden Jahren intensiv begleiten wird. Der Austausch über Perspektiven sowie mögliche Maßnahmen kann dabei Best Practice Beispiele erkennen lassen und somit zu einer adäquaten Begleitung von Studierenden sowie notwendiger Forschung beitragen.

Interessenkonflikte: Keine