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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Gesunde Zähne für Alle: Förderung der Mundgesundheit
Text
Inhalt: Studien zufolge weisen Kinder und Jugendliche aus Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status und mit Migrationsgeschichte ein schlechteres Mundhygieneverhalten und mehr Karieserfahrung als ihre Altersgenossen aus anderen Bevölkerungsgruppen auf. Damit Karies gar nicht erst entsteht, sollte die Vorbeugung so früh wie möglich einsetzen. Daher sind Aufklärung und Schulung von Kindern und Jugendlichen sowie bereits von werdenden Eltern von besonderer Bedeutung.
Das Projekt MuMi+ baut auf einer bereits bestehenden Mundgesundheits-App für Erwachsene auf. Sie wurde im Rahmen des Innovationsfondsprojekts MuMi entwickelt und soll nun um die beiden Module „Kinder und Jugendliche“ und „Mundgesundheit rund um die Geburt und von Kleinkindern“ erweitert werden. Diese Module sollen für Kinder, Jugendliche und Schwangere mundgesundheitsrelevantes Wissen zur Verfügung stellen. Dadurch wird das bereits existierende Präventions- und Schulungsprogramm für Erwachsene auf weitere Lebensspannen und Zielgruppen ausgedehnt. Im Projekt wird die Kompetenz in Sachen Mundgesundheit in verschiedenen Settings erfasst, beispielsweise in der Schule, in Zahnarztpraxen sowie in Praxen für Frauenheilkunde. Die in der App entwickelten Module werden auf ihre Akzeptanz, Machbarkeit und Effektivität getestet.
Im Erfolgsfall schafft das Projekt ein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Mundgesundheit „für alle“ – vom Mutterleib bis ins hohe Alter, welches in den Sprachen Englisch, Arabisch, Türkisch und Russisch zur Verfügung steht. Zudem liefert das Projekt Erkenntnisse über sozioökonomische und -kulturelle Faktoren, die einen Einfluss auf die Mundgesundheit haben können.
Take-Home Message: Durch den Einsatz von Apps und Beratungstools lassen sich niedrigschwellige, leicht zugängliche Angebote schaffen, die Kinder, Jugendliche und Familien gezielt erreichen können und präventiv wirken – ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Versorgung, um eine Chancengleichheit aller Bevölkerungsgruppen im Hinblick auf ihre Mundgesundheit zu erzielen.
Interessenkonflikte: Keine



