Logo

Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

BIÖG-Symposium: Quo vadis Gesundheitskommunikation – KI und seine Potenziale für Public Health

Meike Wolf - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Referat Q 4 Forschungskoordination, -kooperation, Wissenstransfer, Deutschland
Anke Spura - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Referat Q 4 Forschungskoordination, -kooperation, Wissenstransfer, Deutschland
Bernhard Buhs - Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Referat Q 4 Forschungskoordination, -kooperation, Wissenstransfer, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragende: Meike Wolf, Bernhard Buhs, Anke Spura

Hintergrund: Künstliche Intelligenz (KI) verändert zunehmend die Erstellung und Nutzung von Gesundheitsinformationen. Insbesondere generative KI und Large Language Models sind in digitale Alltagsanwendungen integriert und beeinflussen die Suche nach und den Zugang zu Gesundheitsinformationen. Damit eröffnen sich neue Potenziale, etwa für zielgruppenspezifische Kommunikation, personalisierte Informationsangebote und die Förderung von Gesundheitskompetenz. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen, etwa hinsichtlich der Qualität und Transparenz, möglicher Verzerrungen in Trainingsdaten sowie gesundheitlicher Ungleichheiten.

Zielsetzung/Fragestellung: Welche Potenziale und Herausforderungen birgt KI für Public Health? Wie nutzen und bewerten Menschen KI-basierte Gesundheitsinformationen? Welche Auswirkungen hat KI auf Vertrauen in gesundheitsbezogene Kommunikation? Welche fachlichen, institutionellen und governancebezogenen Rahmenbedingungen sind notwendig, um Chancen zu nutzen und Risiken zu mindern?

Diskussionspunkt: Ausgehend von den Einzelbeiträgen möchte das Symposium folgende Punkte übergreifend diskutieren: Wie kann sichergestellt werden, dass KI-generierte Informationen qualitativ hochwertig und vertrauenswürdig bleiben? Welche Rolle spielt die interdisziplinäre Forschung? Wie „KI-ready“ ist Public Health in Forschung, Praxis und Governance?

Inhalt: Das Symposium lädt ein, die Potenziale von KI aus verschiedenen Blickwinkeln der Wissenschaft, der Bevölkerung und aus der Bundesebene zu betrachten. Zwei Beiträge bieten Einblicke in die aktuelle BIÖG-Forschung: Bernhard Buhs präsentiert Rechercheergebnisse über Potenziale von KI zur Stärkung der Gesundheitskompetenz, Martin Wegmann stellt repräsentative Befragungsergebnisse zur Informationssuche zu gesundheitlichen Fragestellungen mithilfe von KI in der Bevölkerung vor. Elena Link präsentiert Forschungsergebnisse zum Vertrauen der Bevölkerung in KI-generierte Impfinformationen. Dirk Bruland gibt Einblick in die übergreifende Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Fachgesellschaften zum Thema KI-Forschung.

Take Home Message für die Praxis: Um KI im Gesundheitswesen gemeinwohlorientiert einzusetzen, sind die regulatorischen Rahmenbedingungen im Daten- und Anwendungsbereich fortzuentwickeln, die Gesundheits- und KI-Kompetenz der Akteure in Forschung, Technologieunternehmen, Politik, Zivilgesellschaft und im Öffentlichen Gesundheitswesen zu stärken sowie die technologischen Erkenntnisse mit der gesundheitswissenschaftlichen Theoriebildung zu verbinden.

Interessenkonflikte: Keine