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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Gesundheitskompetenz von Menschen mit psychischen Erkrankungen: Forschungsbedarfe, Zugänge und Perspektiven
Text
Hintergrund: Gesundheitskompetenz beschreibt die Fähigkeit, gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden (Jordan, 2023) und ist zentral für Krankheitsbewältigung, Inanspruchnahme von Leistungen und Therapieadhärenz. Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen wie Posttraumatischer Belastungsstörung, Schizophrenie und Depression weisen häufig komplexe Versorgungsbedarfe auf. Zudem gehen chronische Erkrankungen mit langfristigen Einschränkungen der Lebensqualität sowie erhöhten Anforderungen an Selbstmanagement und Versorgung einher (Ortloff, 2024). Während die Gesundheitskompetenz in der Allgemeinbevölkerung als eingeschränkt gilt (Bundesministerium für Gesundheit, 2024; Sørensen et al., 2015), kann sie bei Menschen mit psychischen Erkrankungen zusätzlich reduziert sein.
Methode: Der Thementisch dient der Diskussion potenzieller Forschungsvorhaben zur Erhebung und differenzierten Analyse von Gesundheitskompetenz bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Fokus steht die ANwendung des Health Literacy Questionnaire sowie der Optimising Health Literacy and Access Prozess, der eine partizipative Entwicklung bedarfsorientierter Interventionen ermöglichen kann..
Fragestellung: Diskutiert werden soll u. a.: Welche förderlichen und hinderlichen Faktoren beeinflussen die Gesundheitskompetenz (finden, verstehen, bewerten, anwenden) psychisch kranker Menschen? Wie können geeignete Studiendesigns und Zugänge gestaltet werden? und inwiefern sind Health Literacy Questionnaire und Optimising Health Literacy and Access Prozess für diese Zielgruppe anwendbar?
Zielsetzung: Ziel ist der Austausch über Forschungsbedarfe, der Feldzugang, Studiendesigns sowie Förder- und Kooperationsmöglichkeiten.
Take-Home-Message: Die systematische Erfassung und gezielte Förderung der Gesundheitskompetenz von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist eine zentrale Voraussetzung für bedarfsgerechte Versorgung und sollte stärker in Forschung und Praxis verankert werden.
Interessenkonflikt: Es bestehen keine Interessenskonflikte.



