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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Evidenzbasierte, individualisierte E-Learning-Intervention für Patient:innen mit Postakuten Infektionssyndromen (PAIS) im Verbundprojekt CONFIDENCE

Carola Fichter - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
Claudia Salm - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
Sandra Stengel - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Elena Biehler - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Rahel Weber - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Attila Altiner - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Andy Maun - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland

Text

Hintergrund: Postakute Infektionssyndrome (PAIS) stellen die Primärversorgung aufgrund heterogener Symptomatik sowie begrenzter und hochdynamischer Evidenz vor Herausforderungen. Gleichzeitig besteht bei Betroffenen ein hoher Bedarf an verlässlicher, strukturierter Information. Im Verbundprojekt CONFIDENCE wird ein evidenzbasiertes, primärversorgungsorientiertes, gestuftes Versorgungskonzept entwickelt. Die Patient:inneninformationen sind ein Teil der komplexen Intervention.

Zielsetzung/Fragestellung: Entwicklung einer transparent bewerteten Wissensbasis und deren Umsetzung als algorithmusbasiertes, an individuelles Vorwissen adaptiertes E-Learning für Patient:innen mit PAIS. Krankheitsspezifische Inhalte, Grundlagen der Evidenzgenerierung und Wissensgrenzen fördern Gesundheitskompetenz und realistische Erwartungshaltung und ermöglichen durch Patient:innen-Empowerment informierte Teilhabe und Kommunikation auf Augenhöhe mit den Behandelnden. Hierfür erfolgt eine enge inhaltliche Abstimmung mit den weiteren Komponenten der komplexen Intervention.

Material & Methoden: Die Entwicklung erfolgt iterativ gemäß dem Medical Research Council-Framework.

  • Entwicklung Wissensbasis, E-Learning-Konzept und Algorithmus: Identifizierung relevanter Themenfelder unter Einbezug des Patient:innenbeirats, weiterer Organisationen, eigener Vorarbeiten und aktueller Literatur. Evidenzbasierte Aufbereitung und fachliche Validierung durch Expert:innen der PAIS-Hochschul-Ambulanzen, dynamische Anpassung an Evidenzlage
  • Pilotierung/Evaluation: Iterativer strukturierter Austausch mit Patient:innen, Organisationen und klinischen Expert:innen zur Diskussion von Inhalten und Struktur (u.a. durch Fokusgruppen); Überarbeitung und Testung eines Pilotmoduls hinsichtlich Verständlichkeit und Usability
  • Implementierung: Technische Umsetzung, kontinuierliche Evaluation und Aktualisierung

Ergebnisse: Wissensbasis und Konzept sind in der Konsentierung, erste Ergebnisse der prozessbegleitenden Fokusgruppen und Evaluationen ab April verfügbar, E-Learning ist verfügbar ab 31.08.26.

Diskussion: Die Intervention adressiert Informationsbedarf und Erwartungshaltung in einem dynamischen Feld mit heterogener Evidenzlage und soll die Versorgenden-Patient:innen-Kommunikation unterstützen.

Take Home Message für die Praxis: Gerade bei dynamischer Evidenzlage zu PAIS besteht bei Betroffenen Bedarf an strukturierter Information. Ein individualisiertes E-Learning soll Gesundheitskompetenz, realistische Erwartungshaltung, Patient Empowerment und Kommunikation mit Behandelnden fördern.

Interessenkonflikte: Keine