Logo

Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Elterliche Bedürfnisse und Erfahrungen mit E-Health-Angeboten in der chronischen pädiatrischen Versorgung – Scoping review

Helena Grüter - Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
Anna Rosa Löffler - Universitätsklinikum Düsseldorf, Institute of Medical Sociology, Centre for Health and Society (chs), Medical Faculty and University Hospital Düsseldorf, Heinrich Heine University Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland; Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
Lisa Stähler - Universitätsklinikum Düsseldorf, Institute of Medical Sociology, Centre for Health and Society (chs), Medical Faculty and University Hospital Düsseldorf, Heinrich Heine University Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
Irem Gönen - Universitätsklinikum Düsseldorf, Institute of Medical Sociology, Centre for Health and Society (chs), Medical Faculty and University Hospital Düsseldorf, Heinrich Heine University Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
Jenny Prüfe - Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland
Freia De Bock - Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin and Humboldt Universität zu Berlin, Institute of Medical Sociology and Rehabilitation Science, Berlin, Deutschland
Claudia Ruth Pischke - Universitätsklinikum Düsseldorf, Institute of Medical Sociology, Centre for Health and Society (chs), Medical Faculty and University Hospital Düsseldorf, Heinrich Heine University Düsseldorf, Düsseldorf, Deutschland

Text

Hintergrund: Chronische Erkrankungen betreffen weltweit 30% aller Kinder und stellen Familien vor organisatorische und psychosoziale Herausforderungen. Eltern müssen die multidisziplinäre Versorgung ihrer Kinder koordinieren und gleichzeitig mit eigener Belastung umgehen. E-Health bietet das Potenzial, Familien durch zugängliche Informationen, Monitoring und Kommunikation zu unterstützen. Vorhandenen Erkenntnisse konzentrieren sich jedoch überwiegend auf diagnosespezifische Instrumente, während über die diagnoseübergreifenden Bedürfnisse der Eltern und ihre Erfahrungen während des gesamten Versorgungspfades weniger bekannt ist.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel der Arbeit ist die Sichtweise der Eltern auf E-Health-Angebote zur Unterstützung von Kindern im Alter von 0 bis 16 Jahren mit chronischen Erkrankungen anhand eines Scoping Review zu untersuchen.

Material & Methoden: Dieses Scoping Review wurde unter Verwendung der Joanna Briggs Institute (JBI) Methode durchgeführt. Die Recherchen wurden in den Datenbanken Web of Science und Ovid (MEDLINE, APA PsycInfo) für den Zeitraum Januar 2010 bis Februar 2025 durchgeführt. Die Suche ergab 1.173 Artikel, von denen 39 in die narrativen Datenanalyse einbezogen wurden.

Ergebnisse: Es wurde ein breites Spektrum an Bedürfnissen und Erfahrungen in Bezug auf E-Health-Angeboten identifiziert. Diese können in sechs übergreifende Themen zusammengefasst werden: (1) Benutzerfreundlichkeit; (2) Inhalte; (3) Koordination; (4) Konsultation mit Fachkräften; (5) psychosoziale Unterstützung; und (6) Datenschutz. Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Eltern entlang des Versorgungspfades waren begrenzt, da diese in den meisten Fällen nicht eindeutig zu einem Zeitpunkt zuzuordnen waren.

Diskussion: Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen äußern umfassende, bereichsübergreifende Bedürfnisse an E-Health-Angebote, die über das diagnosespezifische Management hinausgehen. Aus ihrer Sicht sollten wirksame Instrumente ein barrierefreies Design, zuverlässige Informationen, Koordinationsfunktionen sowie soziale Unterstützung integrieren und den Datenschutz gewährleisten.

Take Home Message für die Praxis: Eltern chronisch kranker Kinder schätzen leicht bedienbare, personalisierte E-Health-Angebote mit transparenter Datenverwaltung, die den Koordinationsaufwand der Versorgung reduzieren.

Interessenkonflikte: Keine