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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
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Wissenschaftliche Begleitevaluation von HÄPPI Bayern – quantitative und qualitative Ergebnisse der teilnehmenden Hausarztpraxen
Text
Hintergrund: HÄPPI wird bereits in einigen Teilen Deutschlands umgesetzt. In Bayern wurde von Juli bis Dezember 2025 ein HÄPPI-Pilot mit 9 Hausarztpraxen in allen Regierungsbezirken durchlaufen und wissenschaftlich begleitet.
Zielsetzung/Fragestellung: Welche Chancen und Herausforderungen sehen die Praxisteams im HÄPPI-Prozess? Welche Entwicklungen zeigen sich in der Zusammenarbeit, Delegation, Digitalisierung, Vernetzung und Messung von Patient Reported Outcomes?
Material & Methoden: Einerseits erfolgten Leitfaden-gestützten Einzelinterviews mit den Praxisleitungen, den nicht-ärztlichen akademisierten Mitarbeitenden (PCMs/PAs) sowie medizinischen Fachangestellten (MFAs) zu Beginn (07/2025), während (10/2025) und nach der Pilotphase (03/2026), die anhand der Framework Analyse ausgewertet wurden. Andererseits wurde eine quantitative Online-Befragung mit standardisierten Instrumenten (TCI, SOAPC, HLS-Prof) für alle Mitarbeitenden durchgeführt. Der Fragebogen wurde bislang während der Pilotphase (08/2025) und danach (01/2026) eingesetzt. Die Begleitevaluation ist bis Juli 2027 vorgesehen.
Ergebnisse: In den Einzelinterviews konnten jeweils 25 Mitarbeitende befragt werden (10 Praxisleitungen, 7 PCMs, 2 PAs, 6 MFAs). Es zeigte sich eine positive Einstellung des Teams hinsichtlich des HÄPPI-Konzepts. Auch wenn die Umstellung auf die Pilotphase als herausfordernd eingestuft wurde, sprachen vor allem die Praxisleitungen von einer erhöhten Team-Motivation. Neuerungen, wie digitale Anwendungen und Kooperationen, wurden angestoßen.
Den Online-Fragebogen füllten 126 von 151 Mitarbeitenden zum ersten sowie 89 Mitarbeitende zum zweiten Zeitpunkt aus (jeweils ca. 88% weiblich, 12% männlich). Es konnten keine signifikanten Unterschiede in den Scores zwischen beiden Untersuchungszeitpunkten festgestellt werden (Mediantest, p>0.05). Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Veränderungen durch HÄPPI vor allem von der Ärzteschaft sowie PCM/PA wahrgenommen werden und weniger vom weiteren Praxispersonal.
Diskussion: Trotz der erlebten Stressoren durch die Pilotphase berichteten die Mitarbeitenden aufgrund der neuen Rollenverteilungen und der Überarbeitungen bestehender Strukturen von einer hohen Zufriedenheit. Zudem wurde eine beginnende Entlastung des Praxisteams durch vermehrte Delegation, Kommunikation und Wertschätzung spürbar.
Take Home Message für die Praxis: Das HÄPPI-Konzept kann Hausarztpraxen verhelfen, eine neue Praxisstruktur als Teampraxis zu etablieren. Durch Delegation und den Einsatz von PCMs/PAs kann die Patientenversorgung zukünftig aufrechterhalten werden.
Interessenkonflikte: Keine



