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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Evaluation von Videoinformationsmaterial für Patient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2 in Hausarztpraxen: Studienprotokoll einer Mixed-Methods-Studie

Karolina Müller - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Luisa Hardt - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Jonas Manuel Keller - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Arian Karimzadeh - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Tobias May - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Birgitta Weltermann - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland

Text

Hintergrund: Die Zahl der an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Patient:innen steigt stetig. Ein grundlegendes Verständnis der Patient:innen für die Entstehung der Erkrankung, die Relevanz einer Lebensstiländerung und mögliche Folgeschäden bei fehlender Therapieadhärenz ist für den Behandlungserfolg essentiell. Verfügbare Gruppenschulungsangebote werden oft nicht in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme verfügbarer webbasierter Lerninhalte im Selbststudium setzt eine hohe Eigeninitiative der Patient:innen voraus. Notwendig sind evidenzbasierte Lernvideos für Patient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2 in der Hausarztpraxis, die sowohl bezüglich der Inhalte als auch der technischen Qualität evaluiert sind.

Zielsetzung/Fragestellung: Wir entwickeln eine App, in der Schulungsvideos gezielt zur Edukation der Hausarztpatient:innen über die Erkrankung Typ 2 Diabetes und über Methoden der Lebensstiländerung eingesetzt werden. In dieser Studie werden die inhaltliche und technische Qualität, der subjektive Nutzen und das Optimierungspotential aus Sicht von Patient:innen evaluiert.

Material & Methoden: In einer prospektiven Mixed-Methods-Studie werden 10 Patient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2 über Hausarztpraxen rekrutiert. Verständlichkeit, Handlungsorientierung, Informationsqualität und technische Qualität der Lehrvideos werden mithilfe des Patient Educational Materials Assessment Tool for Audiovisual Materials (PEMAT A/V), der Global Quality Scale (GQS), dem mDISCERN und Subskalen des Medical Quality Video Evaluation Tool (MQ-VET) bewertet. Ergänzend werden semistrukturierte Interviews durchgeführt, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Ergebnisse: Erste Ergebnisse werden bis zum Kongress vorliegen.

Diskussion: In der hausärztlichen Versorgung fehlt oft die Zeit für eine ausführliche Patientenedukation zum Krankheitsbild des Diabetes mellitus Typ 2, zur Relevanz und zu Handlungsansätzen für eine Lebensstiländerung. Eine Evaluation der Qualität videobasierten Lehrmaterials und des patientenzentrierten Nutzens ist unverzichtbar. Die Ergebnisse werden zur Weiterentwicklung einer validierten Videoserie als Teil einer komplexen digitalen Intervention (PIA-Diabetes) beitragen.

Take Home Message für die Praxis: Eine standardisierte videogestützte Edukation bietet das Potential, die hausärztliche Tätigkeit zu entlasten. Sie kann als Brücke zwischen Arztgespräch und häuslichem Selbstmanagement dienen.

Interessenkonflikte: Keine