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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Wiederholbarkeit der Epitheldicken-Messung bei gesunden und keratokonischen Augen mittels eines neuartigen hybriden Scheimpflug-OCT-Geräts

Maximilian Friedrich - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Victor Augustin - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Julia Keim - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Luisa Finken - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Emilia Felter - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Hyeck-Soo Son - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Gerd Auffarth - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg

Text

Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die Reproduzierbarkeit der Messung der Hornhautepitheldicke bei gesunden Augen und bei Keratokonus-Augen mit einem neuartigen diagnostischen Gerät, das Scheimpflug-Technologie und optische Kohärenztomographie des Vorderabschnitts kombiniert, zu analysieren und stadienabhängige Schwellenwerte zu definieren.

Methode: In dieser prospektiven, querschnittlichen, beobachtenden, monozentrischen Studie wurden insgesamt 217 Augen von 217 Probanden eingeschlossen, darunter 166 Augen mit Keratokonus und 51 gesunde Kontrollaugen. Die Diagnose und Stadieneinteilung des Keratokonus erfolgte mittels multimodaler Bildgebung. Mit dem kombinierten Scheimpflug- und OCT-Gerät (Pentacam Cornea OCT) wurden am selben Tag jeweils drei Messungen durchgeführt. Für die epithelialen Parameter wurden Reproduzierbarkeitskoeffizienten (RC) mit zweiseitigen 95%-Konfidenzintervallen berechnet. Die Reproduzierbarkeit wurde zwischen den Gruppen sowie in Abhängigkeit vom Schweregrad des Keratokonus und vom Crosslinking-Status verglichen.

Ergebnis: Die mediane Reproduzierbarkeit der Epitheldicke war in der gesunden Gruppe geringfügig besser (RC = 3,3) als in der Keratokonusgruppe (RC = 3,9; p < 0,001), wenn der Tränenfilm ausgeschlossen wurde. Insgesamt zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen Messungen mit (RC = 3,7) und ohne Tränenfilm (RC = 3,8; p > 0,05). Mit zunehmendem Schweregrad des Keratokonus verschlechterte sich die Reproduzierbarkeit signifikant (p < 0,01), während der Crosslinking-Status nur einen geringen Einfluss hatte.

Schlussfolgerung: Das hybride tomographische System zeigte eine hohe intraindividuelle Reproduzierbarkeit bei der Messung der Epitheldicke sowohl in gesunden als auch in Keratokonus-Augen. Die Epitheldicke könnte künftig in etablierte Keratokonus-Scores innerhalb dieses kombinierten Systems integriert werden, um eine umfassendere Analyse zu ermöglichen.