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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Unterschiede in der Widerstandskraft während der Intraokularlinsen-Implantation mit modernen Injektor-Systemen und Bewertung der Schäden am Injektor: Eine experimentelle Analyse

Maximilian Friedrich - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Victor Augustin - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Donald Munro - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Maximilian Hammer - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Sonja Schickhardt - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Hyeck-Soo Son - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg
Gerd Auffarth - Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Heidelberg

Text

Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die in-vitro auftretende Widerstandskraft während der Implantation von Intraokularlinsen (IOL) mit modernen Injektormodellen zu analysieren und mögliche Schäden an den Injektoren zu bewerten.

Methode: In dieser experimentellen Studie wurden 25 Injektoren von fünf verschiedenen Herstellern unter Verwendung von +20-Dioptrien-Linsen untersucht. Die Intraokularlinsen wurden in eine Petrischale injiziert, wobei die während der Implantation auftretende Widerstandskraft mithilfe eines automatisierten digitalen Kraftmessgeräts gemessen wurde. Es wurden sowohl der Verlauf der Widerstandskraft als auch die maximale Kraft und die Area under the curve (AUC) bestimmt. Nach jedem Vorgang wurden die Düsen der Injektoren mittels Lichtmikroskopie auf Schäden untersucht und entsprechend dem HeiScore bewertet.

Ergebnis: Die Widerstandskraft unterschied sich signifikant zwischen den verschiedenen Injektormodellen (p<0,05). Die maximale Widerstandskraft lag zwischen 4,39 ± 0,45 N und 25,71 ± 6,62 N. Auch die AUC zeigte signifikante Unterschiede hinsichtlich der für die Implantation der Intraokularlinsen erforderlichen Kraft (p<0,05). Während der Implantation traten keine Komplikationen auf. Ein Injektormodell wies im Vergleich zu den anderen Modellen eine signifikant stärkere Schädigung der Injektorspitze auf.

Schlussfolgerung: Die Widerstandskraft während der IOL-Implantation sowie die Schäden an der Injektorspitze unterscheiden sich signifikant zwischen modernen Injektorsystemen. Kataraktchirurgen sollten sich dieser Unterschiede bewusst sein, um eine sichere Durchführung der IOL-Implantation zu gewährleisten.