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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Klinische Ergebnisse und Defokuskurvenanalyse einer neuen refraktiven MIOL mit Spiraloptik

David Beckers - Precise Vision Augenärzte, Rheine
Lena Beckers - Precise Vision Augenärzte, Rheine
Florian Kretz - Precise Vision Augenärzte, Rheine
Karsten Klabe - Breyer Kaymak Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf
Mücella Kirca - Breyer Kaymak Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf
Hakan Kaymak - Breyer Kaymak Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf
Amr Saad - Augenklinik Zürich Stadtspital, Zürich, Schweiz
Gerd Auffarth - Universitätsaugenklinik Heidelberg, Heidelberg
Detlev Breyer - Breyer Kaymak Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf

Text

Zielsetzung: Evaluation der Sehschärfe, Defokuscharakteristik, photischer Phänomene und subjektiven Sehqualität einer refraktiven multifokalen Intraokularlinse mit Spiraloptik.

Methoden: In dieser prospektiven Fallserie wurden 24 Patienten nach bilateraler Kataraktoperation mit Implantation der Rayner Spiral Galaxy IOL untersucht. Erfasst wurden unkorrigierte und bestkorrigierte Fern-, Intermediär- und Nahvisuswerte. Die Defokuskurve wurde binokular unkorrigiert sowie monokular korrigiert bestimmt. Nachuntersuchungen erfolgten nach drei Monaten. Photische Phänomene wurden mittels Halo & Glare Simulator (Zeiss) sowie dem McAlinden Quality of Vision Questionnaire bewertet. Patientenzufriedenheit und Brillenunabhängigkeit wurden standardisiert erhoben.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine sehr gute unkorrigierte Fernsehschärfe bei gleichzeitig erhaltener funktioneller Sehschärfe im Intermediär- und Nahbereich. Die Defokuskurve wies einen kontinuierlichen Verlauf mit geringem Qualitätsverlust über alle Distanzen auf. Photische Phänomene waren überwiegend mild oder fehlten; ausgeprägte Störungen wurden selten berichtet. Die Mehrheit der Patienten erreichte eine hohe Brillenunabhängigkeit (~95%) und bewertete die Sehqualität als gut bis sehr gut. Einschränkungen bestanden beim Lesen von Kleingedrucktem.

Schlussfolgerung: Die Spiraloptik-basierte MIOL ermöglicht eine ausgewogene visuelle Rehabilitation mit stabiler Defokuscharakteristik, hoher Patientenzufriedenheit und geringer Inzidenz photischer Phänomene und stellt eine relevante Alternative zu diffraktiven Konzepten dar.