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Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-Ärzte 2026

Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-Ärzte
27.-28.02.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Erfahrungen bei Kindern mit einem neuen transkutanen aktiven Knochenleitungssystem in einer multizentrischen Studie

Diana Arweiler-Harbeck - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland
Antonia Lakomek - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland
Michael Peis - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland
Eric Deuß - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Essen, Deutschland
Eva Goldberg-Bockhorn - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Universitätsklinikum Ulm, Ulm, Deutschland
Benjamin Straub - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
Susan Arndt - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland

Text

Einleitung: Aktive transkutane Geräte nutzen die effiziente direkte Vibrationsübertragung auf den Schädelknochen und reduzieren die Rate von Weichteilkomplikationen, die mit perkutanen Geräten verbunden sind. Ein neues aktives transkutanes Knochenleitungssystem wurde 2024 auf den Markt gebracht. Das Implantat ist derzeit für die Verwendung ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen. Aufgrund seines kompakten Designs erwarten wir auch Vorteile für jüngere Patienten.

Methoden: Methoden: 15 Kinder (19 Ohren) im Alter zwischen 4 und 12 Jahren mit einer Indikation für ein Knochenleitungshörsystem wurden im Rahmen einer Off-Label-Vereinbarung ein- oder beidseitig mit einem Implantat des Sentio™-Systems versorgt. Vorab wurde eine CT-Untersuchung durchgeführt, um die Knochendicke und die korrekte Positionierung des Implantats zu bestimmen. In 16 Fällen lag eine Gehörgangsatresie und Ohrmuscheldysplasie, in 3 Fällen eine chronisch infektiöse Mittelohrpathologie vor. Die Erstanpassung erfolgte 4 Wochen nach der Implantation. Aspekte in Bezug auf die Operation, die Audiologie und subjektive Bewertungen wurden anhand eines Fragebogens analysiert.

Ergebnisse: Die Implantation verlief in allen Fällen ohne Komplikationen, mit geringem präoperativem Planungsaufwand und ohne Zwischenfälle in der postoperativen Phase. Audiologische Untersuchungen zeigten eine signifikante Verbesserung der Hörschwelle mit einem durchschnittlichen Functional Gain von 36,5 dB (23,5 -48,8) Subjektiv verbesserte sich die Lebensqualität aller Patienten nach dem Eingriff.

Diskussion: Die kompakten Spezifikationen des untersuchten transkutanen aktiven Knochenleitungssystems erwiesen sich als vorteilhaft für die Implantation bei Kindern, insbesondere bei schwieriger Anatomie des Felsenbeins. Es zeigte sich als wirksam und sicher für die Verbesserung des Hörvermögens bei jüngeren Patienten mit Schallleitungsschwerhörigkeit. Es traten keine schwerwiegenden intraoperativen oder postoperativen Komplikationen auf.