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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Machbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Validitätsbewertung eines neuartigen virtuellen-Endoskopie-Simulators

M. E. Geißler - Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Interdisziplinäre Endoskopie, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland
P. Hohlstein - Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Interdisziplinäre Endoskopie, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland
M. Hollenbach - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Infektiologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg Standort Marburg, Marburg, Deutschland
O. Cahyadi - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Gastroenterologie, Sankt Josef-Hospital, Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland
M. Beck - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf, Hamburg, Deutschland
M. Bittel - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Medizinische Klinik 1, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, Deutschland
S. Dimitriadis - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Abteilung für Hybride Interventionelle Endoskopie, Klinik für Gastroenterologie, Mediterraneo Hospital, Glifada, Griechenland,
J. Garbe - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Halle, Halle, Deutschland
M. W. Heilani - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Goethe-Universität Frankfurt, Universitätsklinikum, Medizinische Klinik 1, Frankfurt, Deutschland
Y. Huber - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Innere Medizin I, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland
A. Koch - Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; Interdisziplinäre Endoskopie, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland
L. Kruse - Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland
A. Mondorf - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Goethe-Universität Frankfurt, Universitätsklinikum, Medizinische Klinik 1, Frankfurt, Deutschland
S. Schlosser-Hupf - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Universitätsklinikum Regensburg, Klinik für Innere Medizin I, Regensburg, Deutschland
J. Staudacher - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Gastroenterologie, Rheumatologie und Infektiologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland; Berlin Institute of Health an der Charité, Berlin, Deutschland
L. Welsch - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Infektiologie, Klinikum Hanau gGmbH, Hanau, Deutschland
T. von Hahn - Gastroenterologie, Hepatologie und Interventionelle Endoskopie, Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg, Deutschland
F. A. Michael - Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Klinik für Innere Medizin I, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Deutschland
K. Hamesch - Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland; Junge Gastroenterologie (JuGa) - Deutsche Nachwuchsgruppe Gastroenterologie, DGVS, Berlin, Deutschland; Interdisziplinäre Endoskopie, Universitätsklinikum RWTH Aachen, Aachen, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Trotz der Verfügbarkeit verschiedener Simulatoren bleiben deren Validierung und Auswirkungen auf die endoskopische Ausbildung unterrepräsentiert. Wir evaluierten den neuartigen „Endonix"-Simulator, einen 3D-gedruckten Plug-and-Play-Simulator. Ziel war es, die Validität, Durchführbarkeit und Benutzerfreundlichkeit bei Novizen, Anfängern und erfahrenen Endoskopikern prospektiv zu evaluieren.

Methode: Teilnehmer zweier internationaler Kongresse (DGVS und ENDOCLUBNORD, beide 2024 in Deutschland) wurden zur Studienteilnahme eingeladen. Die Studienteilnehmer wurden gebeten, einen Fragebogen vor dem Test auszufüllen, der ihre Wahrnehmung des endoskopischen Simulationstrainings erfasste. Anschließend wurden zwei Übungen durchgeführt, die Linienmarkierungen und ESD-Markierungen in einer virtuellen Umgebung umfassten. Nach der Simulation wurden die Teilnehmer gebeten, die System Usability Scale (SUS) und den NASA Task Load Index sowie einen Fragebogen zur Bewertung des Simulators auszufüllen. Claude-Sonnet-4.5 wurde genutzt um das Abstract sprachlich zu überarbeiten.

Ergebnis: 310 Teilnehmer (114 Novizen, 49 Anfänger, 147 Experten) nahmen teil. Die Mehrheit hatte keinen Zugang zu Simulationstraining (83,9%) und befürwortete dessen Einführung vor dem ersten Patientenkontakt (61,9%). Die Mehrheit aller Gruppen (Novizen: 74,4%, Anfänger: 62,2%, Experten: 63,1%) unterstützte die Implementierung (gute Face-Validität). Während 57,3% der Novizen den Simulator realistisch fanden, traf dies nur auf 34,9% der Anfänger und 37,2% der Experten zu (ausreichende Inhaltsvalidität). Die Konstrukt- und Kriteriumsvalidität waren günstig, da erfahrene Endoskopiker beide Module schneller absolvierten. Die SUS ergab 75 von 100 Punkten. Der NASA-TLX zeigte höhere Werte bei Novizen und Anfängern (285 vs. 210 vs. 225 Punkte, P<0,001).

Zusammenfassung: Die erste Validierung eines neuartigen virtuellen Simulators zeigte dessen Durchführbarkeit und Benutzerfreundlichkeit bei überwiegend ausreichender Validität. Viele Teilnehmer befürworteten dessen Implementierung in der endoskopischen Ausbildung, insbesondere für Novizen und Anfänger, die als am besten geeignete Zielgruppe identifiziert wurden. Die Verfügbarkeit von Simulationstraining entspricht derzeit nicht den Bedürfnissen von Auszubildenden und Ausbildern, was Potenzial für eine Einbindung in die endoskopische Ausbildung aufzeigt.