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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Was gefährdet den PD-Katheter? Chirurgische Risikofaktoren für das technische Überleben

L. Pollmann - Klinikum Dortmund, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dortmund, Deutschland
C. Jürgens - Klinikum Dortmund, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dortmund, Deutschland
F. Özcan - Klinikum Dortmund, Klinik für Nephrologie, Dortmund, Deutschland
A. Brinkhoff - Klinikum Dortmund, Klinik für Nephrologie, Dortmund, Deutschland
N. Pollmann - Universitätsklinikum Jena, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Jena, Deutschland
M. Schmeding - Klinikum Dortmund, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dortmund, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Die Peritonealdialyse hat sich als kosteneffektive Dialysetherapie erwiesen und bietet im Vergleich zur Hämodialyse eine höhere Lebensqualität. Allerdings können Komplikationen im Zusammenhang mit dem Peritonealdialysekatheter (PD-Katheter) zu einer erhöhten Morbidität der Patienten und damit zur Notwendigkeit einer Katheterentfernung führen. Während frühere Studien patientenbezogene Risikofaktoren identifiziert haben, ist der Einfluss verschiedener chirurgischer Risikofaktoren auf das technische Überleben bislang nicht ausreichend geklärt.

Methode: Es wurde eine retrospektive, monozentrische Kohortenstudie durchgeführt, die alle Patienten einschloss, bei denen zwischen Januar 2010 und März 2022 eine PD-Katheterimplantation mittels offener chirurgischer Technik über einen kleinen Hautschnitt oberhalb des Musculus rectus abdominis erfolgte. Das technische Überleben der PD-Katheter wurde retrospektiv über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet, und die Gründe für eine Katheterentfernung wurden analysiert. Zusätzlich wurde eine Cox-Regressionsanalyse durchgeführt, um potenzielle Risikofaktoren für ein verkürztes technisches Überleben zu evaluieren.

Ergebnis: Insgesamt wurden 340 Patienten in die Studie eingeschlossen. Die mediane Funktionsdauer der PD-Katheter betrug 980 Tage. Die häufigsten Gründe für eine Katheterentfernung waren infektiöse Komplikationen sowie mechanische Funktionsstörungen. Eine postoperative Revision stellte sich als signifikanter Risikofaktor für ein vermindertes technisches Überleben heraus.

Zusammenfassung: Die Implantation von PD-Kathetern über einen kleinen chirurgischen Zugang zeigte eine hohe langfristige Funktionsfähigkeit, unabhängig von vorangegangenen abdominalen Operationen, früheren PD-Katheterimplantationen oder der Notwendigkeit einer Adhäsiolyse. Als einziger signifikanter Risikofaktor für eine PD-Katheterentfernung wurde eine postoperative Revision identifiziert.