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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Intramukosale Metastasierung im Gastroinstinaltrakt – fünf Fälle und ein Blick in die Literatur

I. Pomareda - Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Innere Medizin/Gastroenterologie, Bonn, Deutschland
F. D. Rodriguez-Monaco - Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Innere Medizin/Gastroenterologie, Bonn, Deutschland
M. Herter - Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Innere Medizin/Gastroenterologie, Bonn, Deutschland
R. Hildenbrand - MVZ für Pathologie und Molekularpathologie Bonn, Bonn, Deutschland
F. L. Dumoulin - Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Innere Medizin/Gastroenterologie, Bonn, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Intramukosale Metastasen im Gastrointestinaltrakt sind selten. Eine aktuelle Literaturübersicht analysierte 165 publizierte Fallberichten aus den Jahren 2000–2023 [1]. Wir berichten hier von 5 Patienten, bei denen in unserer Abteilung intramukosale Metastasen diagnostiziert wurden.

Methode: Retrospektive Auswertung unserer Endoskopie-Datenbank der letzten 5 Jahre. Bei insgesamt über 34.149 durchgeführten Endoskopien des oberen und unteren GI-Trakts (n=19640 ÖGD; n=12842 Koloskopien; n=1398 ERCPs; n= 269 Enteroskopien) konnten 5 Patienten mit histologisch gesicherten intramukosalen Metastasen identifiziert werden (5/34.149=0.015%).

Ergebnis: Indikationen zur Endoskopie waren GI Blutung oder abdominelle Beschwerden. Endoskopisch zeigt sich meist kleine erosive Läsionen (2x Magen, 2x Jejunum, 1x Jejunum und prox. Coln). Die Histologie erbrachte intramukosale Metastasen von lobulären Mammakarzinomen (n=2), nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom, Plattenepithelkarzinom der Haut und Magenkarzinom. In allen Fällen handelte es sich um G3 Karzinome. Das Intervall zwischen Erstmanifestation des Primarius und Nachweis der intramukosalen Metastasierung war variabel (synchron bis 11 Jahre nach Erstdiagnose eines lobulären Mammakarzinoms). Bei 4 Patienten fanden sich weitere Metastasen.

Zusammenfassung: Intramukosale Metastasen sind selten. Die Indikation zur Endoskopie ergibt sich meist bei Verdacht auf GI Blutung. Die Schleimhautläsionen sind oft diskret - histologisch fanden sich G3 Tumore, die mittels Immunhistologie weiter zugeordnet werden konnten. Bei Patienten mit (metastasierten) Tumorerkrankungen sollte auch bei subtilen Schleimhautläsionen eine intramukosale Metastasierung differentialdiagnostisch bedacht werden.


Literatur

[1] Sun TT, Liu FG. The analysis about the metastases to Gastrointestinal tract: a literature review, 2000-2023. Front Oncol. 2025 Apr 17;15:1552932. DOI: 10.3389/fonc.2025.1552932