Deutscher Rheumatologiekongress 2026
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Apremilast stabilisiert subklinische entheseale knöcherne Veränderungen bei Psoriasis mit erhöhtem PsA-Risiko: Ergebnisse einer prospektiven Studie bei symptomatischer Psoriasis (EPOS)
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Einleitung: Die Entwicklung der Psoriasisarthritis (PsA) erfolgt häufig über eine Übergangsphase, die durch Arthralgien sowie subklinische entzündliche und strukturelle Veränderungen gekennzeichnet ist. Ob eine frühzeitige pharmakologische Therapie in diesem Stadium entzündliche und strukturelle Prozesse beeinflussen kann, ist bislang jedoch unzureichend untersucht.
Methoden: In der prospektiven, einarmigen, offenen Studie (Early PsA on treatment strategy – EPOS) (EudraCT 2018-000335-27) wurden Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis, Arthralgien sowie subklinischen entzündlichen und/oder strukturellen Veränderungen in der Bildgebung eingeschlossen. Der Nachweis erfolgte mittels MRT der Hände und/oder hochauflösender peripherer quantitativer CT (HR-pQCT). Patienten mit Zeichen einer aktuellen oder zurückliegenden PsA sowie mit Vorbehandlung durch biologische oder zielgerichtete DMARDs wurden ausgeschlossen. Alle Teilnehmenden erhielten über 24 Wochen Apremilast (30 mg zweimal täglich). Primärer Endpunkt war die Veränderung struktureller Läsionen (numerisch sowie qualitativ gemessen mittels kortikaler volumetrischer Knochendichte (vBMD) und Dicke (Cortical Thickness) an den Enthesen, festgestellt durch die HR-pQCT-Bildgebung an Fingergelenken. Sekundär wurden Veränderungen inflammatorischer und struktureller MRT-Parameter (PsAMRIS), klinischer Outcomes und der Sicherheit analysiert.
Ergebnisse: 20 Patienten wurden eingeschlossen (50,0±11,6 Jahre; 45% weiblich), überwiegend mit langjähriger Psoriasis und häufigem Nagel- sowie Kopfhautbefall (Tabelle 1 [Tab. 1]). Über 24 Wochen zeigte sich numerisch keine Progression struktureller Läsionen an den Enthesen. Auch die kortikale volumetrische Dichte und Dicke blieben stabil. Erosive Veränderungen nahmen weder in Anzahl noch Volumen zu. Die inflammatorische Aktivität im MRT (PsAMRIS) blieb unverändert. Demgegenüber verbesserten sich klinische Parameter signifikant, insbesondere die Hautaktivität (PASI 10,9±6,7 vs. 5,2±6,6; p=0,013) und die Zahl druckschmerzhafter Gelenke (3,2±3,4 vs. 0,8±1,8; p=0,006). Es traten keine neuen Sicherheitssignale auf.
Schlussfolgerung: Bei Psoriasis mit Arthralgien und subklinischen bildgebenden Veränderungen, die mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer PsA assoziiert sind, war Apremilast mit einer Stabilisierung entzündlicher und struktureller Frühveränderungen sowie mit einer klinischen Besserung verbunden. Die Ergebnisse unterstützen das Konzept einer frühen therapeutischen Intervention in der Übergangsphase der psoriatischen Erkrankung.




