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38. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft

Retinologische Gesellschaft
03.-04.07.2026
Badenweiler

Meeting Abstract

Pigmentepithelabhebung-gerichtete-halbdosis-photodynamische Therapie bei chronischer Chorioretinopathia centralis serosa

Argyrios Chronopoulos - Ludwigshafen; Mannheim
M. Fallico - Catania/I
M.A. Strobel - Ludwigshafen
J. Schutz - Mannheim
L.O. Hattenbach - Ludwigshafen

Text

Fragestellung: Bericht über die klinischen Ergebnisse und morphologischen Veränderungen der retinalen Pigmentepithelabhebung (PEA) nach Halbdosis-photodynamischer Therapie (PDT) bei chronischer Chorioretinopathia centralis serosa (CSCR).

Methoden: Dies ist eine retrospektive Interventionsstudie bei Patienten mit chronischer CSCR und PEA, die mit einer Halbdosis-PDT behandelt wurden. Die primären Endpunkte waren der Prozentsatz der Auflösung der subretinalen Flüssigkeit (SRF) nach 12 Monaten sowie die morphologische Veränderung der PEA nach der PDT. Die sekundären Endpunkte waren die Entwicklung des Sehvermögens und die zentrale Makuladicke sowie die Rezidivrate nach 12 Monaten.

Ergebnisse: Es wurden 20 Augen von 20 konsekutiven Patienten analysiert. Das Durchschnittsalter lag bei 47,3 ± 11 Jahren. Bei allen Patienten lag eine PEA vor. Die aktive Leckage korrelierte in der Fluoreszenzangiographie mit der PEA. Die mittlere Dauer der CSCR vor der PDT-Behandlung betrug 17 ± 10 Monate. Die mittlere bestkorrigierte Sehschärfe (BCVA) vor der PDT betrug 0,4 ± 0,2 logMAR. Die mittlere Nachbeobachtungszeit nach der PDT betrug 17 ± 1,2 Monate. Am Ende der Nachbeobachtungszeit zeigten 18/20 Patienten (90%) eine vollständige Rückbildung der CSCR. 18/20 Augen (90%) zeigten 12 Monate nach der PDT eine vollständige Abflachung der PEA. 2/20 Augen (10%) erforderten aufgrund eines Rezidivs eine zusätzliche PDT-Behandlung. Die mittlere BCVA der Studienpatienten verbesserte sich nach 12 Monaten signifikant auf logMAR 0,1 ± 0,2 (p < 0,0005); die Makuladicke normalisierte sich nach 12 Monaten von durchschnittlich 411±88 µm auf 239±74 µm (p < 0,0005).

Schlussfolgerung: Kleine, unregelmäßige PEAs stehen im Zusammenhang mit der Chronizität bei CSCR und korrelieren in dieser Studie mit der aktiven Leckage. PEAs bei chronischer CSCR sprachen gut auf eine Halbdosis-PDT-Dosis an. Dies könnte als indirekter Beweis für die Theorie der choroidalen Überlastung dienen, die zu fokalen Leckstellen auf RPE-Ebene führt, die für eine lokalisierte Behandlung geeignet sind.