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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Patient:innenversorgung und Lehre in Zeiten politischer Polarisierung

Nadja Kutschke - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland
Philip Oeser - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland
Kahina Johanna Toutaoui - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland; Hausärzteverband Berlin und Brandenburg, Hausärzteverband Berlin und Brandenburg, Berlin, Deutschland
Ute Siebert - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Programm, Berlin, Deutschland
Anna Kuehne - Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus TU Dresden, Professur Öffentliche Gesundheit, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Dresden, Deutschland
Nico Darwig - Health for Future, KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V., Deutschland
Lena-Marie Grossmann - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland
Angela Schuster - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Allgemeinmedizin, Berlin, Deutschland

Text

Hintergrund: Die gesellschaftliche und politische Polarisierung zeigt sich zunehmend auch in medizinischen Kontexten. Themen wie Klimawandel, Diversität oder Geschlechterfragen werden in der Lehre adressiert und sind im Praxisalltag relevant, werden jedoch von Studierenden oder Patient:innen teils kontrovers aufgegriffen. Lehrende und Ärzt:innen stehen damit häufiger vor der Herausforderung, mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern umzugehen.

Zielsetzung/Fragestellung: Der Workshop möchte Erfahrungen aus Lehre und Versorgung sichtbar machen und gemeinsam reflektieren: Wie zeigen sich gesellschaftliche Polarisierung und kontroverse Themen in Lehrsituationen und im Praxisalltag? Welche Herausforderungen entstehen daraus – und welche Strategien im Umgang können gemeinsam entwickelt werden bzw. haben sich bereits bewährt?

Diskussionspunkt: Wie können Lehrende und Hausärzt:innen mit kontroversen gesellschaftlichen Themen in Lehr- und Versorgungssituationen konstruktiv umgehen?

Zielgruppe: Lehrende in der Medizin und den Gesundheitswissenschaften, Ärzt:innen in Praxis und Weiterbildung sowie interessierte Studierende.

Didaktische Methode/n: Nach einem kurzen thematischen Input folgt eine aktivierende Übung zu polarisierenden „Buzzwords“ (z. B. Rassismus, Klimamedizin, Diversität, Gender). In Kleingruppen reflektieren die Teilnehmenden eigene Erfahrungen und entwickeln kurze Fallvignetten aus Lehr- oder Versorgungssituationen. Diese werden im Plenum vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Abschließend werden mögliche Handlungsstrategien gesammelt.

Take Home Message für die Praxis: Der Austausch über konkrete Erfahrungen ermöglicht es, typische Herausforderungen zu erkennen und kollegiale Strategien für einen reflektierten Umgang mit polarisierenden Themen in Lehre und hausärztlicher Versorgung zu entwickeln.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Dr. Angela Schuster, Dr. Nadja Kutschke und Dr. Philip Oeser arbeiten am Institut für Allgemeinmedizin der Charité – Berlin und sind in Lehre, Versorgung und Ausbildung tätig. Ihre Schwerpunkte liegen u. a. auf der Integration gesellschaftlich relevanter Themen in die medizinische Lehre sowie der Reflexion von Herausforderungen im Praxisalltag. Kahina Toutaoui bringt als Vertreterin des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Perspektiven aus Berufspolitik und Versorgung ein. Dr. Ute Siebert ist im Programm „Empowerment für Diversität“ für die Qualifizierung von Gesundheitspersonal zuständig. Prof. Dr. Anna Kuehne lehrt an der TU Dresden zu Themen wie sozialen Determinanten sowie Diskriminierung und Gesundheit. Nico Darwig ist Arzt in Weiterbildung für Allgemeinmedizin und bei Health fo Future, er engagiert sich in der Lehre an der medizinischen Fakultät Aachen. Lena-Marie Grossmann ist Dokdorandin am Institut für Allgemeinmedizin der Charité und promoviert zu sozialen Problemen in der hausärztlichen Versorgung.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 15–25 Personen

Interessenkonflikte: Keine