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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Die hausärztliche Praxis im neuen hausärztlich geleiteten Primärversorgungssystem – wie kann sie aussehen?

Lisa Degener - Hausärztliche Praxis, Deutschland
Benjamin Winter - Hausarztpraxis Tribsees, Tribsees, Deutschland

Text

Hintergrund: Die Politik fordert ein Primärarztsystem, um das Gesundheitssystem wirtschaftlicher und effektiver zu gestalten. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband praktiziert ein solches bereits mit den Verträgen zur hausarztzentrierten Versorgung.

Es wird derzeit intensiv diskutiert, wie ein solches System flächendeckend implementiert werden kann. Dabei gilt es u.a., verschiedene Versorgungsrealitäten (ländlicher Raum vs. Großstadt, Ärzt:innenmangel in der Primärversorgung) und Interessenslagen (fachärztliche Schwerpunktpraxen) zu berücksichtigen.

Zielsetzung/Fragestellung:

  • Können Teampraxen mit Delegation an nichtsärztliche Praxisassistenzen den Mehraufwand einer flächendeckenden Priärversorgung auffangen?
  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen hausärztlicher und gebietsärztlicher Praxis im Primärversorgungssystem gestaltet werden?
  • Brauchen wir mehr Kompetenz in der hausärztlichen Praxis, um dem Anspruch einer umfassenden Primärversorgung gerecht zu werden?

Diskussionspunkt:

  • Delegation in der Teampraxis – wie kann sie gestaltet werden, ohne unseren Beruf ins Abseits zu delegieren? Sind akademische Praxisassistenzberufe Teil der Lösung? Oder haben wir bereits gut ausgebildete MFA's , die uns ausreichend unterstützen? Wie sind die Erfahrungen mit akademischen Praxisassistenzberufen im Ausland?
  • Kommunikation mit Gebietsärzten – wie kann diese im Primärversorgungssystem ablaufen? Bleibt es bei der ausgedruckten Überweisung mit wenig Raum für Information? Oder benötigen wir andere Wege der Kommunikation – digital, telemedizinisch o.a.?
  • Welche Kompetenzen müssen in einer Primärversorgungspraxis vorhanden sein? Und wie können wir diese Kompetenzen erlangen bzw. erhalten? (Beispiele: kleine Chirurgie, Versorgung von Kindern und Jugendlichen, Allergologie, Versorgung schwerer chronischer Kranker ohne die wohnortsnahe Verbindung zum Gebietsarzt)
  • Können große Gesundheitszentren, finanziell und/oder strukturell unterstützt durch Landkreise oder Gemeinden, die Versorgung im ländlichen Raum sicherstellen helfen?

Zielgruppe: praktizierende Hausärzt:innen, ÄiWs, MFAs, weitere nichtärztliche Praxisassistenz-Berufe

Didaktische Methode/n: Impulsreferate, Kleingruppenarbeit, interaktive Elemente

Take Home Message für die Praxis: Reflexion über die hausärztliche Rolle angesichts der aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Lisa Degener, Hausärztin in Altenberge/Westf., stellvertretende Sprecherin der Sektion Hausärztliche Praxis der DEGAM

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 25

Interessenkonflikte: Keine