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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

DEGAM-Leitlinien – Methodik der Leitlinienarbeit – Do it yourself

Cathleen Muche-Borowski - UKE Hamburg, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Hamburg, Deutschland
Ralf Jendyk - Universitätsmedizin Rostock, Institut für Allgemeinmedizin, Rostock, Deutschland
Olaf Reddemann - Praxis für Allgemeinmedizin, Deutschland
Günther Egidi - Hausarzt, Deutschland

Text

Hintergrund: Die DEGAM ist an zahlreichen Leitlinien beteiligt. Nicht nur die eigenen Leitlinien müssen laufend aktualisiert werden, die DEGAM möchte auch neue Leitlinien auf den Weg bringen. Zusätzlich nehmen die Anfragen anderer Fachgesellschaften zur Beteiligung der DEGAM zu.

Es gilt, in den Leitlinien für die Allgemeinmedizin relevante Fragen zu stellen und evidenzbasiert zu beantworten. In Leitlinien anderer Fachgesellschaften sollen, wo nötig, hausärztliche Perspektiven mit eingebracht werden. Dabei spielt neben der Suche auch die Bewertung der Literatur eine entscheidende Rolle. Immer wieder tauchen Fragen auf, wie und wo man nach relevanter Literatur sucht, welche Arbeiten man berücksichtigt und nach welchen Kriterien methodische Qualität und klinische Relevanz bewertet werden. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, ob die gefundene Literatur geeignet ist, die klinische oder Forschungsfrage zu beantworten.

Zielsetzung/Fragestellung:

  • Allgemeiner Einblick in die Leitlinienarbeit
  • Erarbeitung relevanter und suchtauglicher Fragestellung
  • Vermittlung und Umgang mit relevanten Datenbanken (AWMF, Medline,...)
  • Vermittlung und Umgang mit relevanten Bewertungsinstrumenten
  • Ableitung von Empfehlungen

Diskussionspunkt:

  • Umgang mit konträren Ergebnissen zu einer Fragestellung
  • Umgang mit unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Empfehlungsformulierung
  • Umgang mit fehlender Evidenzgrundlage

Zielgruppe: Mitglieder der DEGAM, allgemeinmedizinisch Tätige in Klinik oder Praxis, Leitlinienkontakte der allgemeinmedizinischen Institute, wissenschaftlich Tätige und Studierende sowie Methodik-Interessierte

Didaktische Methode/n: Im Workshop wird die Arbeit von DEGAM-Leitliniengruppen simuliert. So können die Teilnehmenden unmittelbar erleben, welche Fragen beantwortet und welche Recherchen durchgeführt werden müssen und wie die gefundene Evidenz in Empfehlungen umgewandelt wird.

Take Home Message für die Praxis: Leitlinienarbeit macht Spaß, die interdisziplinäre Zusammensatzung der Gruppe fördert den Austausch, die Inhalte werden von den Beteiligten mitgestaltet und methodische Klippen mit Unterstützung umschifft.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 15–25

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Günther Egidi: 40 Jahre Arzt, davon 25 Jahre Hausarzt in Bremen, an vielen Leitlinien beteiligt sowie in der hausärztlichen Fortbildung aktiv.

Olaf Reddemann: seit 20 Jahren Hausarzt in eigener Praxis, an zahlreichen Leitlinien in unterschiedlichen Funktionen beteiligt.

Ralf Jendyk: Leiter Institut für Allgemeinmedizin in Rostock. Im Bereich der Leitlinien seit ca. 15 Jahren aktiv.

Cathleen Muche-Borowski: seit über 20 Jahren mit Leitlinien befasst (zertifizierte Leitlinienberaterin).

Interessenkonflikte: Keine