Logo

Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Epidemiologie, Lebensqualität, Prävention: interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema Kontaktallergie

Christian Apfelbacher - Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Deutschland; Otto von Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Katharina Piontek - Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Deutschland; Otto von Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Karl Philipp Drewitz - Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Deutschland; Otto von Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
David Reißig - Informationsverbund Dermatologischer Kliniken, Deutschland; Technische Universität Dresden, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Dresden, Deutschland
Henriette Rönsch - Technische Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Dresden, Deutschland
Robert Ofenloch - Universitätsklinikum Heidelberg, Hautklinik, Sektion Berufsdermatologie, Heidelberg, Deutschland
Richard Brans - Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung, Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie, Osnabrück, Deutschland; Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, Osnabrück, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragende:

Christian Apfelbacher (Moderation)

Katharina Piontek (Moderation, Vortrag)

Karl Philipp Drewitz (Vortrag)

David Reißig (Vortrag)

Henriette Rönsch (Vortrag)

Robert Ofenloch (Vortrag)

Richard Brans (Vortrag)

Hintergrund: In der Allgemeinbevölkerung weisen 15–20% der Personen eine Sensibilisierung gegen eines der häufigeren Kontaktallergene wie Nickel, Duftstoffe und Konservierungsmittel auf. Als klinisch-epidemiologisches Überwachungssystem ermöglicht der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) die kontinuierliche Erfassung und Analyse von Daten zur Kontaktallergie aus 56 dermatologischen Abteilungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf dieser Datengrundlage können Trends, Risikofaktoren und besonders betroffene Patientengruppen frühzeitig identifiziert und präventive Maßnahmen abgeleitet werden.

Zielsetzung/Fragestellung: Das Symposium integriert aktuelle Erkenntnisse und Diskussionen im Bereich der Forschung zur Kontaktallergie aus interdisziplinärer Perspektive. Im Fokus stehen epidemiologische Daten und methodische Entwicklungen sowie die Betrachtung berufsbedingter Kontaktallergien – insbesondere im Gesundheitswesen – hinsichtlich Sensibilisierungsmustern sowie psychosozialer Auswirkungen, Lebensqualität und Prävention.

Diskussionspunkt: Die mit Kontaktallergien assoziierte Krankheitslast umfasst neben kutanen Manifestationen (Kontaktekzem) auch funktionelle Einschränkungen. Klinisch relevant ist insbesondere das Handekzem. Bedeutsam sind die Identifizierung und Meidung relevanter Allergene, was die Wichtigkeit präventiver Maßnahmen unterstreicht. Im beruflichen Kontext besteht bei Kontaktekzemen durch persistierende oder rezidivierende Verläufe die Gefahr der Chronifizierung. Psychosoziale Folgen wie emotionale Belastung, sozialer Rückzug und Stigmatisierungserleben können zu einer verminderten Lebensqualität beitragen.

Inhalt:

Drewitz, Karl Philipp: Analyse von Trends der Kontaktsensibilisierung auf Allergene der DKG Standardreihe: Ergebnisse aus dem Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), 2018–2024

Reißig, David: Konfidenzintervalle sind nicht genug: Modellbasierte Sensibilisierungsvergleiche im IVDK

Piontek, Katharina: Kontaktsensibilisierung bei Beschäftigten im Gesundheitswesen mit und ohne Verdacht auf Vorliegen einer Berufsdermatose: Eine vergleichende Analyse von Epikutantestdaten des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK), 2013–2024

Rönsch, Henriette: Core Outcome Set für die Bewertung von Therapien für das Handekzem – die HECOS-Initiative

Ofenloch, Robert: Psychosoziale Auswirkungen und Lebensqualität beim Kontaktekzem im beruflichen Kontext

Brans, Richard: Prävention von beruflich bedingten Kontaktekzemen

Take Home Message für die Praxis: Das Feld der Kontaktallergie illustriert die Bedeutung interdisziplinärer Verzahnung von Epidemiologie, Dermatologie und psychosozialen Aspekten für Prävention und Therapie.

Interessenkonflikte: Keine