- Conferences Overview
- Gesundheit gestalten
- Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der hausärztlichen Praxis: Key Messages aus der DEGAM S1-Handlungsempfehlung
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Umgang mit dem Wunsch nach Suizidassistenz in der hausärztlichen Praxis: Key Messages aus der DEGAM S1-Handlungsempfehlung
Text
Inhalt: Als Reaktion auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 26.02.2020 und die Streichung des Verbots der ärztlichen Mitwirkung an assistierten Suiziden aus der Musterberufsordnung 2021 veröffentlichte die DEGAM 2024 auf dem bis dahin eher dünnen Boden vorhandener Evidenz deutschlandweit die erste Handlungsempfehlung zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz in der ärztlichen Praxis. Ziel der Handlungsempfehlung ist es, (haus-)ärztlichen Kolleg:innen in einer leicht und schnell zu erfassenden Form Orientierung und Sicherheit zu bieten, wenn sie mit Anfragen nach dieser Form der Sterbehilfe konfrontiert sind. Dabei konzentriert sich die Handlungsempfehlung insbesondere auf inhaltliche und kommunikative Aspekte der Gesprächsführung in diesem Kontext. In diesem Zusammenhang wird auch die Reflexion der eigenen Haltung zur Suizidassistenz adressiert. Kernbotschaften der Handlungsempfehlung sind, dass eine adäquate Reaktion auf die Anfrage nach Suizidassistenz zu den zentralen Aufgaben von Hausärzt:innen gehört, dass eine solche Anfrage nicht mit einem Handlungsauftrag gleichzusetzen ist, dass Transparenz und (Ergebnis-)Offenheit im Gespräch über Wünsche nach Suizidassistenz essenziell sind und dass bei Weiterbestehen des Wunsches nach Suizidassistenz ein Mehraugenprinzip dringend empfohlen ist.
Interessenkonflikte: Dr. Ilja Karl: Themenbezogene Referatshonorare vom IHF, ärztliche Einkünfte ausschließlich als Kassenarzt
Dr. Luise Farr: Themenbezogene Referatshonorare, Reisekostenübernahmen oder -zuschüsse durch DFG und BMFTR, Mitgliedschaften in DEGAM, AEM, Marburger Bund



