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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Einfluss einer selbstregulativen Schlafintervention auf die Schlafqualität und arbeitsbezogene Stressbelastung von Pflegenden im Schichtdienst
Text
Hintergrund: Pflegende im Schichtdienst leiden häufig unter einer Diskrepanz zwischen ihren Arbeitszeiten und ihrem zirkadianen Rhythmus, was zu Schlafstörungen und erhöhter arbeitsbezogener Stressbelastung führt. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern eine Methode zur Erhöhung der Selbstregulation – WOOP (Wish, Outcome, Obstacle, Plan) – die Umsetzung nicht-medikamentöser Schlafinterventionen unterstützt und Effekte auf Schlafqualität, Tagesschläfrigkeit, Stressbelastung und Selbstregulation hat.
Zielsetzung/Fragestellung: Wie beeinflusst eine WOOP-gestützte selbstregulative Schlafintervention Schlafqualität, Tagesschläfrigkeit, Stressbelastungen und Selbstregulation von Pflegenden im Schichtdienst im Vergleich zu einer Kontrollgruppe?
Material & Methoden: Es wurde eine quantitative, randomisierte Interventionsstudie mit Kontrollgruppe durchgeführt. Insgesamt nahmen 33 Pflegekräfte im Schichtdienst teil (M= 31.8 Jahre, 87.9% weiblich) die zu zwei Messzeitpunkten – Baseline und Follow-up nach drei Wochen – standardisierte Fragebögen online ausfüllten. Erfasst wurde der Pittsburgh Sleep Quality Index, die Epworth Sleepiness Scale, der Sleep Behavior Self-Regulation Questionnaire und die Perceived Stress Scale. Die Interventionsgruppe sollte unterstützt durch die WOOP-Methode über drei Wochen nicht-medikamentöse Schlafinterventionen umsetzen, während die Kontrollgruppe ihre gewohnte Schlafroutine beibehielt. Es wurden zweifaktorielle ANOVAs mit Messwiederholung berechnet.
Ergebnisse: Die Interventionsgruppe zeigte eine signifikante Verbesserung der Schlafqualität (p = .031; η²= .141) sowie eine signifikante Reduktion der Tagesschläfrigkeit (p= .006; η²= .223). In der Kontrollgruppe traten keine Verbesserungen auf. Zudem zeigte sich eine marginale Verbesserung hinsichtlich der schlafbezogenen Selbstregulation (p= .059; η²?= .111).
Diskussion: Die WOOP-Methode scheint die Umsetzung nicht-medikamentöser Schlafinterventionen im Schichtdienst zu unterstützen, insbesondere zur Verbesserung von Schlafqualität und Reduktion von Tagesschläfrigkeit von Pflegenden. Potenzielle Effekte auf Stressbelastung und Selbstregulation sollten in größeren Studien weiter untersucht werden.
Take Home Message für die Praxis: Der Einsatz im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung von Gesundheitsfachpersonen erscheint vielversprechend.
Interessenkonflikte: Keine



