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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Evakuierung von Pflegebedürftigen: notwendige Inhalte, Kompetenzen und mögliche Trainingsszenarien in der pflegerischen Bildung

Alexandra Stahlberg - Hochschule Magdeburg-Stendal, Soziale Arbeit, Gesundheit, Medien, Magdeburg, Deutschland
Isabel Schumann - Hochschule Magdeburg-Stendal, Soziale Arbeit, Gesundheit, Medien, Magdeburg, Deutschland
Stefanie March - Hochschule Magdeburg-Stendal, Soziale Arbeit, Gesundheit, Medien, Magdeburg, Deutschland
Dagmar Arndt - Hochschule Magdeburg-Stendal, Soziale Arbeit, Gesundheit, Medien, Magdeburg, Deutschland

Text

Hintergrund: Klimatische Veränderungen führen weltweit zu einer Zunahme von Krisen- und Katastrophen (RKI, 2023; UBA, 2023). Diese Entwicklungen stellen das Gesundheitssystem vor Herausforderungen (SVR, 2023). Pflegefachpersonen übernehmen in der Bewältigung solcher Ereignisse eine zentrale Rolle, da die pflegerische Versorgung auch unter erschwerten Bedingungen kontinuierlich sichergestellt werden muss, um vulnerable Gruppen zu schützen (Mähler et al., 2023). Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer systematischen Vorbereitung der Pflegeberufe auf Krisen- und Katastrophen (Ewers, 2024; DBfK 2025). International liegen bereits Kompetenzkataloge vor (ICN, 2024). In Deutschland werden entsprechende Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung bislang jedoch nur begrenzt systematisch adressiert (Köhler, 2026).

Zielsetzung/Fragestellung: Im Projekt „Disaster Literacy/Disaster Preparedness ausgewählter Gesundheitsberufe und Akteur:innen im Gesundheitswesen (LSA-DiLiP, gefördertes Projekt: EFRE/Land Sachsen-Anhalt, Fördernr.: ZS/2023/11/181953)“ werden notwendige Wissensbestände, Fähig- und Fertigkeiten für ausgewählte Katastrophenszenarien, hier Evakuierung, ausdifferenziert. Ziel ist es, adressatengerechte Bildungsangebote für spezifische Inhalte zu konzipieren.

Material & Methoden: Von 12/2025 bis 09/2026 wurden semistrukturierte, leitfadengestützte Expert:inneninterviews durchgeführt (Döring, 2023). Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Thematik Evakuierung von Pflegebedürftigen. Die Auswertung erfolgte mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz & Rädiker, 2022).

Ergebnisse: Die Ergebnisse zum Thema Evakuierung geben Einblicke in wahrgenommene Herausforderungen, erforderliche Ausbildungsinhalte und Kompetenzanforderungen sowie geeignete didaktische Vermittlungsformate. Erste induktiv gebildete Subkategorien beziehen sich u.a. auf Arbeits-/Rollenanforderungen sowie Aufgaben und Zuständigkeiten. Die Ergebnisse stellen eine vorläufige Synthese der Erkenntnisse dar. Zum Zeitpunkt des Kongresses sind detaillierte Beschreibungen zu erwarten.

Diskussion: Die Ergebnisse liefern Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung von spezifischen Ausbildungsangeboten und bieten eine Diskussionsgrundlage, wie Pflegefachpersonen systematisch in Strategien der Krisen- und Katastrophenbewältigung einbezogen werden können.

Take Home Message für die Praxis: Um die pflegerische Versorgung auch im Krisen- und Katastrophenfall sicherzustellen, ist eine systematische Vorbereitung von Pflegefachpersonen in Aus-, Fort- und Weiterbildung erforderlich.

Interessenkonflikte: Keine