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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Umsetzung kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen bei Hitzeereignissen durch Akteure im Land Sachsen-Anhalt (LSA)

Anna Luise Tempelhoff - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Anja Deutschmann - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Josceline Grotge - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Kateryna Fuks - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Dagmar Arndt - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Stefanie March - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland

Text

Hintergrund: Die Zunahme von Hitzeereignissen und die damit einhergehenden gesundheitlichen Auswirkungen führen zu veränderten Anforderungen an Akteure der Gesundheitsversorgung und der kommunalen Verwaltung. Gleichzeitig stehen die Akteure in der Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen durch mangelnde Ressourcen vor Herausforderungen.

Das Projekt „Hitzekompetenz gefährdeter Gruppen im Land Sachsen-Anhalt“ (HiLSA) zielt auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit Sachsen-Anhalts (LSA) gegenüber Hitzewellen ab (Mittelgeber: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Land Sachsen-Anhalt, Förderkennzeichen: ZS/2023/12/182328 und ZS/2023/12/182585). Die im Projekt identifizierten Hotspotregionen (3 kreisfreie Städte, 5 Landkreise) und deren für den Hitzeschutz relevanten Akteure, stehen im Fokus des Projektes.

Zielsetzung/Fragestellung: Es sollen kommunale Hitzeschutzmaßnahmen in LSA identifiziert werden. Darüber hinaus sollen Erkenntnisse über adressierte Zielgruppen, Barrieren und Ressourcen für die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen gewonnen werden, um praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Resilienz von LSA gegenüber Hitzewellen abzuleiten.

Material & Methoden: Mittels systematischer Internetrecherche von Februar bis März 2026 werden Hitzeschutzmaßnahmen sowie verantwortliche Akteure identifiziert. Es erfolgt ein Abgleich der gefundenen Maßnahmen durch die Gesundheitskoordinatoren der Regionen. Ab Mitte Mai 2026 erfolgt in den Hotspotregionen eine Bevölkerungsbefragung mittels des StadtRaumMonitors. Im Juni 2026 wird zusätzlich ein Stakeholder-Workshop durchgeführt. Deren Ergebnisse werden im Oktober 2026 Grundlage für ergänzende Fokusgruppeninterviews mit relevanten Akteuren sein.

Ergebnisse: In 18 der 36 einbezogenen Kommunen der 8 Hotspot-Regionen besteht ein Klimaschutzkonzept während nur in 5 Kommunen explizit auf Hitzeschutzmaßnahmen hingewiesen wird. Die Ergebnisse wurden durch Vertreter:innen aus 12 Landkreisen (n = 14) überprüft und z. B. durch Hitzeschutzmaßnahmen in integrierten Stadtentwicklungskonzepten ergänzt. Weitere Ergebnisse werden berichtet.

Diskussion: Die Ergebnisse fließen in die im Projekt HiLSA geplante Konzeptionserstellung zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitzewellen ein, welche den Fokus auf Anwendbarkeit in der Praxis legt. Der Austausch mit dem Kooperationsnetzwerk trägt zum Praxistransfer der im Projekt gewonnen Erkenntnisse bei.

Take Home Message für die Praxis: Wirksamer kommunaler Hitzeschutz entsteht durch Wissen, Vernetzung und koordinierte Anpassungsstrategien relevanter Akteure sowie deren Partizipation.

Interessenkonflikt: Keine