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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Erwerbsübergänge in der Studie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA) als Risikofaktor für depressive Symptomatik
Text
Hintergrund: Es wurde untersucht, ob die Art des beruflichen Übergangs mit der depressiven Symptomatik bei Arbeitnehmerinnen in Deutschland in Zusammenhang steht. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nach unserem Kenntnisstand, insbesondere in Deutschland, kaum Studien, die entsprechende Daten für die Beantwortung solcher Fragestellungen liefern.
Zielsetzung/Fragestellung: Wir sind der Frage nachgegangen, ob die Art der beruflichen Übergänge zwischen 2011 (T1) und 2023 (T3) mit Veränderungen der depressiven Symptomatik (T1 – T3) zusammenhängen.
Material & Methoden: Wir verwendeten Daten aus der Panelstudie „Studie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA)“ (2011–2023) mit 1.275 Beobachtungen. Die Art des Erwerbsübergangs wurde anhand der monatlichen Beschäftigungsverläufe und der Angaben zum Grund für einen Übergang zwischen aufeinanderfolgenden Beschäftigungsphasen in die Kategorien „kein Übergang“, „freiwilliger Übergang“ und „unfreiwilliger Übergang“ unterteilt. Depressive Symptomatik zu T1, T2 und T3 wurde anhand des Patient Health Questionnaire-9 erfasst. Es wurde ein allgemeines lineares Regressionsmodell verwendet, mit der Veränderung der depressiven Symptomatik zwischen T1 und T3 als Outcome und der Art des Erwerbsübergangs als unabhängige Variable, kontrolliert für Geschlecht, Alter, Alter² und mittlere depressive Symptomatik über T1 bis T3.
Ergebnisse: Im Vergleich zu keinem Übergang waren weder der freiwillige Übergang (-0,49; 95% KI: -1,13 bis 0,14; p = 0,13) noch der unfreiwillige Übergang (-0,09; 95% KI: -0,84 bis 1,01; p = 0,85) signifikant mit einer Veränderung der depressiven Symptomatik assoziiert.
Diskussion: Die Ergebnisse zeigen eine Tendenz, dass sich freiwillige berufliche Übergänge positiv auf die psychische Gesundheit auswirken könnten, während unfreiwillige berufliche Übergänge – entgegen unseren Erwartungen, offenbar keine negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben. Weitere analytische Ansätze auf der Grundlage von Ereignisdaten sind erforderlich, um den Zusammenhang zwischen beruflichen Übergängen und depressiver Symptomatik zu untersuchen.
Take Home Message für die Praxis: Vor dem Hintergrund zunehmend instabiler Erwerbsbiografien und steigender Depressionsraten, insbesondere bei jüngeren Menschen, ist es wichtig, Erwerbsübergänge genauer zu untersuchen, um ihren möglichen Zusammenhang mit depressiver Symptomatik besser verstehen zu können.
Interessenkonflikte: Keine



