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- Aktueller Stand und Optimierungspotentiale der primären Gesundheitsversorgung für trans* Personen in Deutschland – Studienprotokoll zum Mixed-Methods-Projekt „Trans*power“
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Aktueller Stand und Optimierungspotentiale der primären Gesundheitsversorgung für trans* Personen in Deutschland – Studienprotokoll zum Mixed-Methods-Projekt „Trans*power“
Text
Hintergrund: Trans* Personen (Personen, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren) können aufgrund von Stigmatisierung und Diskriminierung Minderheitenstress ausgesetzt sein, was sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken kann. Manche trans* Personen wünschen Hormonersatztherapien oder geschlechtsangleichende OPs im Rahmen einer Transition. Diese spezifischen Belastungen und Bedarfe erfordern eine zugängliche und affirmative Gesundheitsversorgung, aber internationale Untersuchungen weisen auf Zugangsbarrieren und Versorgungsdefizite hin. Für die Primärversorgung in Deutschland liegen bislang wenige Ergebnisse hierzu vor.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist, den aktuellen Stand der primären Gesundheitsversorgung von trans* Personen aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen und praxisrelevante Empfehlungen zur Verbesserung abzuleiten.
Material & Methoden: Mit einem Mixed-Methods-Ansatz werden Erfahrungen und Bedarfe hinsichtlich der Gesundheitsversorgung von trans* Personen aus drei Perspektiven untersucht: 1) trans* Personen (longitudinale qualitative Interviews und quantitative Online-Befragung); 2) nahestehende Personen aus dem Umfeld von trans* Personen (qualitative Interviews); 3) Versorgende (qualitative Interviews). Die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen und die Morbidität von trans* Personen werden anhand von Krankenkassendaten analysiert. Zusätzlich werden Lücken in den Lehrplänen medizinischer Berufe in Bezug auf die Versorgung von trans* Personen ermittelt. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen abgeleitet und von Expert:innen hinsichtlich Relevanz und Machbarkeit in einem Delphi-Verfahren konsentiert. Die Beteiligung von Stakeholder:innen wird gegenwärtig ausgestaltet.
Ergebnisse: Da es sich um ein Studienprotokoll handelt, liegen noch keine Ergebnisse vor. Berichtet werden Studiendesign und Umsetzungsstand.
Diskussion: Trans*power soll einen umfassenden Einblick in die aktuelle Versorgungssituation und Bedarfe von trans* Personen und Versorgenden ermöglichen und zu einer trans*sensibleren Primärversorgung beitragen. Eine erweiterte Anwendung der Empfehlungen in anderen fachärztlichen Praxen sowie in der stationären Versorgung von trans* Personen ist denkbar.
Take Home Message für die Praxis: Trans* Personen bedürfen einer zugänglichen, diskriminierungsfreien und affirmativen Primärversorgung. In Trans*power finden wir heraus, was es braucht, um diese zu gewährleisten.
Interessenkonflikte: Keine



