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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

CONFIDENCE – Primärversorgungsbasiertes gestuftes sektorenverbindendes Versorgungskonzept für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen

Sandra Stengel - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Elena Biehler - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Annika Baldauf - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Rahel Weber - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Thomas Grobe - aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, Deutschland
Thorben Breitkreuz - aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, Deutschland
Ansgar Adler - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Heidelberg Institute of Global Health, Section for Oral Health, Heidelberg, Deutschland
Stefan Listl - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Heidelberg Institute of Global Health, Section for Oral Health, Heidelberg, Deutschland
Anne Barzel - Universitätsklinikum Ulm, Institut für Allgemeinmedizin, Ulm, Deutschland
Andy Maun - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät und Medical Center, Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
Annerose Mengel - Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Neurologie, Tübingen, Deutschland
Regina Poß-Doering - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Michel Wensing - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Confidence Studygroup - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Attila Altiner - Universitätsklinikum Heidelberg, Universität Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland

Text

Hintergrund: CONFIDENCE fördert die Umsetzung einer in der Primärversorgung basierten gestuften Versorgung für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) und adressiert Evidenzbasierung, Patientenzentrierung sowie informierte Austausche auf dem aktuellen Wissensstand. Patient:innen waren maßgeblich an der Entwicklung des Projektantrags beteiligt. Die Konzeption ist auf die passgenaue, praxisnahe Umsetzung der Long-COVID-Richtlinie des G-BA ausgerichtet: Die komplexe Intervention umfasst ein patientenseitiges Edukationsangebot zur Förderung krankheitsspezifischer Gesundheitskompetenz (I), ein behandlerseitiges Fortbildungsangebot (II) sowie bedarfsorientierten telemedizinischen Austausch zwischen Primärversorgung, Therapieberufen und universitären PAIS-Spezialambulanzen mit Integration der direkten oder indirekten Patient:innen-Perspektive (III). Transparente Behandlungspfade unterstützen die Strukturierung des Versorgungsangebots (IV).

Zielsetzung/Fragestellung: Die cluster-randomisierte Studie mit 2 Armen wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert (Förderkennzeichen 01NVF24307) und prüft die komplexe Intervention II, III, IV zusätzlich zu I.

Material & Methoden: Für die Beantwortung der Fragestellung müssen in Baden-Württemberg n=633 Patient:innen in 253 Hausarztpraxen (Cluster) eingeschlossen werden. Alle teilnehmenden Patient:innen erhalten Zugang zu I. Geprüft werden die Effekte der komplexen Intervention II, III, IV zusätzlich zu I. Primäres Outcome ist die patientenseitig erfasste Veränderung auf der 13-stufigen FACIT-Fatigue-Scale 9 Monate nach Einschluss. Als sekundäre Outcomes werden durch Patient:innen u.a. gesundheitsbezogene Lebensqualität, PROMIS-Short-Forms und FUNCAP-27 erfasst und Hausärzt:innen erheben u.a. einen 1-Minute-Sit-to-Stand-Test (bei fehlenden Kontraindikationen), die Veränderung des patientenseitigen Gesundheitszustands sowie die Behandleradhärenz. Die Ergebnisevaluation wird durch eine Prozess- und gesundheitsökonomische Evaluation sowie Routinedatenanalyse begleitet.

Ergebnisse: Der Einschluss der ersten Praxis ist für den 01.07.2026 geplant.

Diskussion: Es werden methodische Überlegungen zum Studiendesign und Umsetzungsstrategien für das Studienprotokoll vor dem Hintergrund der Projekterfahrungen diskutiert.

Take Home Message für die Praxis: Die Erfahrungen zur sektorenverbindenden, interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit bieten über das Projekt hinaus Anknüpfungspunkte.

Interessenkonflikte: Keine