- Conferences Overview
- Gesundheit gestalten
- CONFIDENCE – Primärversorgungsbasiertes gestuftes sektorenverbindendes Versorgungskonzept für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
CONFIDENCE – Primärversorgungsbasiertes gestuftes sektorenverbindendes Versorgungskonzept für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen
Text
Hintergrund: CONFIDENCE fördert die Umsetzung einer in der Primärversorgung basierten gestuften Versorgung für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) und adressiert Evidenzbasierung, Patientenzentrierung sowie informierte Austausche auf dem aktuellen Wissensstand. Patient:innen waren maßgeblich an der Entwicklung des Projektantrags beteiligt. Die Konzeption ist auf die passgenaue, praxisnahe Umsetzung der Long-COVID-Richtlinie des G-BA ausgerichtet: Die komplexe Intervention umfasst ein patientenseitiges Edukationsangebot zur Förderung krankheitsspezifischer Gesundheitskompetenz (I), ein behandlerseitiges Fortbildungsangebot (II) sowie bedarfsorientierten telemedizinischen Austausch zwischen Primärversorgung, Therapieberufen und universitären PAIS-Spezialambulanzen mit Integration der direkten oder indirekten Patient:innen-Perspektive (III). Transparente Behandlungspfade unterstützen die Strukturierung des Versorgungsangebots (IV).
Zielsetzung/Fragestellung: Die cluster-randomisierte Studie mit 2 Armen wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert (Förderkennzeichen 01NVF24307) und prüft die komplexe Intervention II, III, IV zusätzlich zu I.
Material & Methoden: Für die Beantwortung der Fragestellung müssen in Baden-Württemberg n=633 Patient:innen in 253 Hausarztpraxen (Cluster) eingeschlossen werden. Alle teilnehmenden Patient:innen erhalten Zugang zu I. Geprüft werden die Effekte der komplexen Intervention II, III, IV zusätzlich zu I. Primäres Outcome ist die patientenseitig erfasste Veränderung auf der 13-stufigen FACIT-Fatigue-Scale 9 Monate nach Einschluss. Als sekundäre Outcomes werden durch Patient:innen u.a. gesundheitsbezogene Lebensqualität, PROMIS-Short-Forms und FUNCAP-27 erfasst und Hausärzt:innen erheben u.a. einen 1-Minute-Sit-to-Stand-Test (bei fehlenden Kontraindikationen), die Veränderung des patientenseitigen Gesundheitszustands sowie die Behandleradhärenz. Die Ergebnisevaluation wird durch eine Prozess- und gesundheitsökonomische Evaluation sowie Routinedatenanalyse begleitet.
Ergebnisse: Der Einschluss der ersten Praxis ist für den 01.07.2026 geplant.
Diskussion: Es werden methodische Überlegungen zum Studiendesign und Umsetzungsstrategien für das Studienprotokoll vor dem Hintergrund der Projekterfahrungen diskutiert.
Take Home Message für die Praxis: Die Erfahrungen zur sektorenverbindenden, interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit bieten über das Projekt hinaus Anknüpfungspunkte.
Interessenkonflikte: Keine



