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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Stationäre Allgemeinmedizin aus Sicht der Patient:innen und Angehörigen – Qualitative Interviews zum neuen Versorgungsmodell STATAMED
Text
Hintergrund: Von April 2024 bis März 2026 wurde STATAMED (G-BA, 01NVF22103) als ein sektorenübergreifendes, kurzstationäres allgemeinmedizinisches Versorgungsmodell an sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachsen erprobt. Ziele dieser neuen Versorgungsform sind u.a. Patient:innen vor Über- und Fehlversorgung zu schützen sowie die Inanspruchnahme der Notfallversorgung, die stationäre Verweildauer und die Re-Hospitalisierungsrate zu reduzieren. Bislang liegen keine Erkenntnisse zu den Erfahrungen der behandelten Patient:innen und ihrer Angehörigen vor, daher wird das als Teilstudie der qualitativen Prozessevaluation adressiert.
Zielsetzung/Fragestellung: Die qualitative Studie zielt darauf ab, Einflussfaktoren auf die Akzeptanz und Umsetzung von STATAMED aus Perspektive der Patient:innen und ihrer Angehörigen zu untersuchen.
Material & Methoden: Die Datenerhebung fand zwischen September 2025 und März 2026 statt. Insgesamt wurden ca. 20 leitfaden-gestützte Telefoninterviews an den vier zu evaluierenden Standorten durchgeführt. Als Leitthemen wurden die Erfahrungen und Einstellungen, die Zufriedenheit mit STATAMED, der Einbezug in Entscheidungen, die Kommunikation mit Versorgenden vor Ort und Verbesserungsmöglichkeiten besprochen. Die auditiv aufgenommen und transkribierten Interviews werden inhaltsanalytisch nach Rädiker und Kuckartz (2021) ausgewertet.
Ergebnisse: Erste Auswertungen weisen auf eine insgesamt hohe Zufriedenheit mit der Patientenbehandlung hin, wobei insbesondere die gute Kommunikation, persönlichere Atmosphäre und die Nachsorgemöglichkeit hervorgehoben wurde. Als herausfordernd stellt sich das Verständnis und die Unterscheidung verschiedener Gesundheitsakteure sowie eine insgesamt eher geringe Bekanntheit im persönlichen Umfeld heraus.
Diskussion: Die Erkenntnisse tragen dazu bei, einen Einblick in die Akzeptanz zum neuen Versorgungsmodell sowie Hinweise zur Verbesserung der Umsetzung zu erhalten. Diese können genutzt werden, um eine zu zukünftige, mögliche Überführung in die Regelversorgung zu erleichtern.
Take Home Message für die Praxis: Für eine erfolgreiche Überführung der neuen Versorgungsform in die Regelversorgung, ist die Akzeptanz aller Beteiligten, insbesondere der Patient:innen, die die neue Versorgungsform erhalten, entscheidend.
Interessenkonflikte: Keine



