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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Von Evidenz zur Praxis – Wissenstransfer durch Wissenschaftskommunikation in Orthopädie und Unfallchirurgie
Text
Hintergrund: Evidenz-basierte Medizin (EbM) soll die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Policy und Praxis ermöglichen, um Entscheidungen auf durch Forschung-generiertes Wissen zu stützen.
Zielsetzung/Fragestellung: Wie kann der Transfer von durch Forschung in der Orthopädie und Unfallchirurgie (O&U) generiertem Wissen in die klinische Praxis verbessert werden?
Material & Methoden: Im Jahr 2019 wurde das Projekt TraumaEvidence gegründet, mit dem Ziel, die EbM in der O&U zu fördern und voranzutreiben. Bereits seit der Entstehung des Projektes war Wissenschaftskommunikation ein integraler Teil, um die Dissemination von Forschungsergebnissen zu ermöglichen. Ebenso sollen Erkenntnisse aus der umfangreichen wissenschaftlichen Literatur des Fachgebiets auffindbar, zugänglich und verständlich gemacht werden. Ein Beispiel ist der TraumaEvidence Newsletter, der die aktuelle Evidenz aus Systematic Reviews in O&U kurz, prägnant und verständlich zusammenfasst. Die Aussagekraft der Resultate wird dabei kritisch eingeordnet. Darüber hinaus ist das Projekt auf Kongressen, sozialen Medien und in den O&U Fachgesellschaften aktiv vertreten.
Ergebnisse: In 63 Ausgaben des TraumaEvidence Newsletters wurden über 225 Systematic Reviews kurz und kritisch zusammengefasst (Stand: März 2026). Klinische Kommentare sind regelmäßig enthalten, um die klinische Relevanz der Ergebnisse zu diskutieren. Die in den Newslettern aufgearbeitete Evidenz kann seit Oktober 2022 kostenlos und nutzerfreundlich über die Evidence2Go Datenbank aufgerufen werden. TraumaEvidence ist jährlich auf verschiedenen (inter-)nationalen Kongressen vertreten, um dort zusammen mit Klinikern Sessions zu gestalten und die Evidenz greifbarer sowie nutzbarer für die Praxis zu machen. Die große Vernetzung des Projektes mit den O&U Fachgesellschaften ermöglicht einen gezielten Austausch mit Entscheidungsträgern und die Verbreitung der EbM auf berufspolitischer Ebene. Zusätzlich werden Inhalte über soziale Medien und die Websites von TraumaEvidence kommuniziert.
Diskussion: TraumaEvidence zeichnet sich durch eine umfangreiche Wissenschaftskommunikation in O&U aus. Die Wissenschaftskommunikation von TraumaEvidence kann den Transfer von durch Forschung in O&U generiertem Wissen in die klinische Praxis ermöglichen, fördern und vorantreiben.
Take Home Message für die Praxis: TraumaEvidence leistet mittels Wissenschaftskommunikation einen Beitrag dazu, Evidenz in O&U in die klinische Praxis zu überführen.
Interessenkonflikte: Keine



