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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Die Gute Praxis Sekundärdatenanalyse (GPS) 4.0. stellt sich vor

Stefanie March - Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Magdeburg, Deutschland
Marco Alibone - InGef – Institut für angewandte Gesundheitsforschung Berlin GmbH, Berlin, Deutschland
Jelena Epping - Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Medizinische Soziologie, Hannover, Deutschland
Holger Gothe - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften/Public Health, Dresden, Deutschland; Hochschule Hannover, Fakultät 3, Abt. Information und Kommunikation (IK), Medizinisches Informationsmanagement, Hannover, Deutschland; UMIT Tirol, Institut für Public Health, Medical Decision Making und HTA, Department für Public Health, Versorgungsforschung und HTA, Österreich
Thomas Grobe - aQua – Institut für Angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, Deutschland
Falk Hoffmann - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Versorgungsforschung, Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, Oldenburg, Deutschland
Dirk Horenkamp-Sonntag - Techniker Krankenkasse, Deutschland
Peter Ihle - Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, PMV forschungsgruppe an der Medizinischen Fakultät und Uniklinik Köln, Köln, Deutschland
Alexander Rommel - Robert Koch-Institut, Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Deutschland
Christoph Stallmann - Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Falko Tesch - Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, Dresden, Deutschland
Enno Swart - Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland

Text

Hintergrund: Seit über 20 Jahren existiert bereits die Gute Praxis Sekundärdatenanalyse (GPS) und konnte sich als wissenschaftlicher Standard etablieren. 2005 in der 1. Version als Ergänzung der Guten Epidemiologischen Praxis (GEP) [1] mit Fokus auf Sekundärdaten veröffentlicht [2], steht jetzt die 4. überarbeitete Version zur Verfügung.

Zielsetzung/Fragestellung: Die GPS versteht sich als „Richtschnur bei der Planung, Durchführung und Analyse von Studien auf der Basis von Sekundärdaten“ [2-5] und soll alle bei der Arbeit mit Sekundärdaten im wissenschaftlichen Kontext unterstützen, inklusive Datenhalter.

Material & Methoden: Im März 2025 erfolgte der Aufruf zur Mitarbeit an der Überarbeitung (Kickoff Mai 2025). Die präfinale Version wurde im November 2025, auch aufgrund der zunehmenden Vielfalt an Sekundärdaten und Anwendungsfelder, zur Kommentierung in verschiedene Verteiler gegeben, und zwar in die der Arbeitsgruppe Erhebung und Nutzung von Sekundärdaten (AGENS) der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) und der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und der AG Validierung und Linkage von Sekundärdaten des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) sowie zusätzlich in den Verteiler des DNVF im Ganzen. Insgesamt kamen von 26 Personen Rückmeldungen. Diese wurden in die finale Version eingearbeitet (März 2026 Submission Das Gesundheitswesen).

Ergebnisse: Die GPS 4.0 grenzt sich noch stärker von anderen Guten Praxen ab (z.B. Gute Praxis Datenlinkage (GPD; [6]), da auch hier eine Vielzahl von neuen Leitlinien hinzugekommen sind. Zudem werden neue gesetzliche Regelungen integriert (z.B. EU-DSGVO) und die zunehmende Heterogenität an Sekundärdaten aufgegriffen. Die GEP-Leitlinienstruktur bleibt bestehen, jedoch wurden inhaltliche Schärfungen, Ergänzungen und Aktualisierungen der Empfehlungen etc. vorgenommen. Konkret sind das die Empfehlungen 3.8 (Registrierung), 7.3 (Zwischenauswertungen), 7.4 (verteiltes Rechnen), 7.6 (Dokumentation der Analyseschritte), 8.12 (Anonymisierungsgebot), 8.13 (Teilen von Daten), 9.1 (gesetzlicher Rahmen) und 11.4 (Wissenschaftskommunikation).

Diskussion: Um ein breites Publikum zu erreichen, ist eine frei zugängliche Veröffentlichung geplant sowie eine zitierfähige englische Version. Bei der Tagung sollen die wesentlichen Aspekte vorgestellt und diskutiert werden.

Take Home Message für die Praxis: Die GPS 4.0 sollte als essentieller wissenschaftlicher Standard bei keiner Sekundärdatenanalyse fehlen.

Interessenkonflikte: Keine